Häufige Ursachen von Übelkeit und wie man damit umgeht

Übelkeit und erst recht Erbrechen setzen einen völlig außer Gefecht. Man ist kaum in der Lage, etwas anderem nachzugehen, weil die Symptome wie Brechreiz oder Bauchschmerzen so stark und belastend sein können. Die Schweregrade von Übelkeit sind dabei breit gefächert und haben vielfältige Ursachen. Sicher ist aber, dass Übelkeit ein Symptom und kein eigenes Krankheitsbild ist. So lassen sich die Symptome meist in den Griff bekommen. Wenn jedoch die Gründe unklar sind, wird es schwierig. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, welche Ursachen für Übelkeit infrage kommen und was Sie dagegen tun können.

Übelkeit - Ein typisches Symptom

Übelkeit ist nicht per se zu verteufeln. Immerhin steckt dahinter ein wirkungsvoller Schutzmechanismus des Körpers. Befinden sich Giftstoffe im Verdauungstrakt, wird das Brechzentrum im Gehirn aktiviert. Es kann zu leichter Übelkeit bis hin zu Erbrechen kommen, um Schadstoffe herauszubefördern und den Körper zu schützen. Begleitet werden Übelkeit und Erbrechen meistens von Schmerzen, die vom Magen ausgehen, gelegentlich auch von Schwindel, wenn der Kreislauf stark belastet wird. Bekannte Auslöser für die Übelkeit können folgende Dinge sein:

  • Erkrankungen wie ein Magen-Darm-Infekt, der sowohl durch Viren als auch durch Bakterien ausgelöst werden kann
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Alkohol und Drogen
  • verdorbenes Essen
  • Als Nebenwirkung einiger Medikamente
  • Als begleitendes Symptom einiger endokriner Krankheiten wie Diabetes, Stoffwechselstörungen oder Nierenerkrankungen. Auch ein sog. stiller Herzinfarkt kann Übelkeit auslösen.
  • Bei einem Reizmagen- oder Reizdarmsyndrom
  • Durch hormonelle Veränderungen in der Pubertät, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren
  • Stress oder akute Belastungsreaktionen
  • Migräne
  • Erkrankungen des Innenohrs

Behandlung von Übelkeit und Brechreiz

Die Liste der möglichen Ursachen für Übelkeit und Brechreiz ließe sich noch erweitern. Sicher ist aber: Fast jede Ursache erfordert eine andere Behandlung. Die Übelkeit, die beispielsweise Migräne mit sich bringen kann, wird kaum verschwinden, wenn Sie die Kopfschmerzen unbehandelt lassen. Ähnlich verhält es sich mit Alkohol und anderen Giften. Doch in den meisten Fällen lassen sich die Symptome etwas abmildern oder ganz bekämpfen. Wenn die Ursache nicht eindeutig ist, klären Sie zunächst mit Ihrem Arzt die Diagnose. Sollte es sich aber um Übelkeit handeln, die uns immer mal wieder im Alltag begegnet, gibt es einiges, das Sie tun können.

Medikamente gegen Übelkeit
Was hilft gegen Übelkeit am besten, wenn es sich um einen klaren Fall wie bei einer Magen-Darm-Infektion handelt? Neben Tees und wärmenden Auflagen gegen den Druck im Bauch können Arzneimittel helfen. Diese wirken sich in der Regel direkt aufs Brechzentrum im Gehirn aus und unterdrücken den Brechreiz. Weniger invasiv sind pflanzliche Arzneimittel, die häufig aus reinen Heilkräuterextrakten bestehen. Diese wirken sich frei von Nebenwirkungen auf das Verdauungssystem aus. Besonders gut helfen diese Medikamente bei Reizdarm oder Reizmagen.

Essen
Es kommt oft vor, dass einem flau ist. Meistens morgens, wenn die letzte Mahlzeit länger zurück liegt. Oder auch am Tag, wenn durch die Hektik des Alltags das Essen in Vergessenheit geraten ist. Mit dieser leichten Übelkeit signalisiert uns der Körper: Ich brauche Nährstoffe. Essen Sie also ein kleines bisschen, um ihren Kreislauf in Schwung zu bringen.

Den Magen beruhigen
Reizmagen, Infekte oder auch eine Entzündung der Magenschleimhaut erfordern schonenden Umgang mit dem Magen. Milde Tees aus Kamille, Fenchel, Anis oder Ingwer beruhigen den gereizten Magen und können helfen, die Übelkeit in den Griff zu kriegen.

Atemübungen
Zunächst: Sorgen Sie für frische Luft. Öffnen Sie das Fenster oder gehen Sie eine Runde spazieren, sofern dies die Übelkeit zulässt. Gerade bei psychosomatischer Übelkeit als Belastungsreaktion können gezielte Atemübungen helfen, die Symptome zu unterdrücken. Nehmen Sie tiefe Atemzüge bewusst und achtsam.

Reizabschirmung
Bei Übelkeit und Erbrechen, denen Krankheiten wie Migräne zugrunde liegen, ist Reizabschirmung wichtig. Das heißt: dimmen Sie das Licht, entfernen Sie störende Geräuschquellen, schauen Sie auch nicht aufs Smartphone, lüften Sie gut durch, um Gerüche zu vertreiben. Die Beschwerden verschlimmern oder verbessern sich individuell. Bei regelmäßiger Übelkeit durch Migräne oder Kopfschmerzen hilft ein Kopfschmerztagebuch bzw. Migränekalender.

Wann Sie aufpassen sollten
Nun ist aber die Frage: Was tun bei Übelkeit, die einfach nicht aufhören will? Vor allem dann, wenn auch das Erbrechen nicht weniger wird. Zunächst gilt, dass Sie auf Ihren Flüssigkeitshaushalt und einen eventuellen Elektrolytverlust achten müssen. Es kann schon mal sein, dass Übelkeit und Erbrechen auch über zwei Tage anhalten, insbesondere bei einem Infekt. Trinken Sie ausreichend und versuchen Sie, Kleinigkeiten zu essen. Spezielle Eletrolytgetränke aus der Apotheke helfen insbesondere Kindern, den Verlust auszugleichen. Das Erbrechen von Blut oder gar von Stuhl erfordert den sofortigen Notruf. Sollte sich in den anderen Fällen das Erbrechen nicht bessern, suchen Sie den Arzt auf.

Autor:

Lena Max aus Frankfurt am Main

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