Pharyngitis - Ursachen, Symptome, Hilfen

Der Rachen wird medizinisch Pharynx genannt. Er ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die sich durch bestimmte Faktoren entzünden kann. Der Ausdruck dafür lautet Pharyngitis oder Rachenentzündung.

Erste Anzeichen sind das typische Kratzen im Hals, der Rachen fühlt sich rau und trocken an, und die Betroffenen hüsteln oder räuspern sich oft. Im weiteren Verlauf entwickeln sich Halsschmerzen, die bis zu den Ohren ausstrahlen können.

Der Arzt kennt zwei Formen von Rachenentzündung:

  • akute Pharyngitis
  • chronische Pharyngitis

Sie unterscheiden sich in den Ursachen, Symptomen, dem Verlauf und den Behandlungsmöglichkeiten.

Akute Rachenentzündung Symptome

Eine akute Rachenentzündung tritt fast immer als Begleiterscheinung eines grippalen Infekts auf und wird von den typischen Erkältungsviren ausgelöst. Vor allem Kinder sind häufig davon betroffen. Sie entsteht plötzlich, ist recht schmerzhaft und behindert den Patienten beim Sprechen, Essen und Trinken.

Rachenentzündung Schluckbeschwerden:
Manchmal kann eine Pharyngitis mit extremen Halsschmerzen und starken Schluckbeschwerden einhergehen. Kommen noch Fieber und Mundgeruch hinzu, deutet dies auf eine bakterielle Superinfektion hin, die meistens durch Streptokokken ausgelöst wird. Diese Form verläuft eitrig und kann Komplikationen mit sich bringen. Die Schleimhaut im Hals und Rachen ist dann rot verfärbt, die Mandeln tragen weiß-gelbliche Beläge (Mandelentzündung). Sind keine Mandeln mehr vorhanden, sind stattdessen die Seitenstränge hochrot verfärbt.

Wenn Sie unter starken Schmerzen, großer Erschöpfung, hohem Fieber und Mundgeruch leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er wird einen Abstrich entnehmen und anhand dessen Ergebnisses die Diagnose stellen.

Weitere Symptome einer Rachenentzündung können sein:

  • Ohrenschmerzen
  • Fieber
  • geschwollene und schmerzende Lymphknoten
  • behinderte Atmung durch geschwollenen Rachen und geschwollenes Gaumensegel

Was hilft gegen Rachenschmerzen?

Als Begleiterscheinung einer Erkältung heilt eine Pharyngitis zusammen mit dem Infekt vollständig aus. Zur Linderung können alle Mittel eingesetzt werden, die bei einem grippalen Infekt hilfreich sind. Dazu gehören:

  • Ruhe
  • frische Luft
  • Wärme

Um die Rachenschmerzen zu lindern, empfiehlt sich:

  • viel Trinken, am besten lauwarmen Kräutertee mit Kamille und Salbei
  • Gurgeln mit desinfizierenden Lösungen
  • Inhalationen
  • desinfizierende Lutschtabletten aus der Apotheke
  • Halsbonbons mit Kräuterextrakten
  • warme Halswickel
  • Verzicht auf Takak, Alkohol und scharfe Gewürze, um die empfindliche Schleimhaut nicht weiter zu reizen

Im Falle einer Infektion mit Bakterien wird der Arzt Antibiotika verschreiben.

Chronische Rachenentzündung

Von einer chronischen Rachenentzündung spricht man, wenn die Beschwerden länger als drei Monate lang anhalten. Im Gegensatz zu einer akuten Pharyngitis wird die chronische Entzündung nicht durch Erreger, sondern durch äußere Umstände ausgelöst. Diese können sein:

  • zu viel Alkohol- und Tabakkonsum
  • zu trockene Raumluft in zu warmen oder stark klimatisierten Räumen
  • chemische Reize und Staubbelastung am Arbeitsplatz
  • Hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre
  • Pollen- und Stauballergien
  • Strahlentherapie im Kopf- und Halsbereich
  • übermäßige Belastung der Stimme, beispielsweise bei Lehrern, Sprechern, Sängern und Schauspielern

Im Unterschied zu einer akuten Pharyngitis ist die chronische Rachenentzündung nicht ansteckend.

Der Arzt differenziert zwischen Pharyngitis mit Gewebeschwund (atrophisch) und Gewebewucherung (hypertrophisch). Beide Arten unterscheiden sich etwas in den Symptomen und in der Therapie.

Chronische Rachenentzündung Symptome

Ein chronisch entzündeter Rachen entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich über mehrere Wochen hinweg. Anzeichen für den Beginn einer chronischen Pharyngitis können sein:

  • Allgemeines Trockenheitsgefühl im Rachen
  • ständiges Räuspern
  • Abhusten von zähem Schleim
  • Gefühl, einen Fremdkörper im Hals zu haben
  • Würgereiz
  • Schlafstörungen infolge verstärkter Trockenheit durch Mundatmung

Die weiteren Symtome einer chronischen Entzündung hängen davon ab, um welche Form es sich handelt:

Bei der atrophischen Form mit Gewebeschwund ist die Rachenschleimhaut blass, zart, trocken und dünn. Diese Variante ist wesentlich häufiger als die hypertrophische Form.

Bei der hypertrophischen Form ist die betroffene Region rot, dick und mit zähem Schleim bedeckt. An der hinteren Rachenwand sind entweder vergrößerte Lymphknoten zu sehen, oder die Seitenstränge sind wulstig und verdickt.

Eine chronische Pharyngitis kann sich auch in Verbindung mit chronischen Entzündungen von benachbarten Organen, beispielsweise der Rachenmandeln, entwickeln.

Chronische Rachenentzündung Therapie:

Die Therapie eines chronischen Verlaufs hängt von der Ursache ab. Es kann die Mitarbeit des Patienten erforderlich sein, z. B. wenn die Auslöser Tabak- oder Alkohol-Konsum sind. Um dauerhaft beschwerdefrei zu werden, muss der reizauslösende Umstand beseitigt werden.

Gegen Mundtrockenheit sollte man vor allem viel trinken, am besten Wasser, und den Mund regelmäßig befeuchten. Menschen, die zu wenig trinken, bilden auch zu wenig Speichel. Wichtig sind außerdem eine gute Zahnpflege und eine gut sitzende Prothese, da ausführliches Kauen ebenfalls den Speichelfluss anregt. Stimulierende Maßnahmen, wie Kaugummi-Kauen und der Genuss von Lebensmitteln, die den Speichelfluss anregen, können helfen. Dazu gehören Möhren, Äpfel, Radieschen und Zitrusfrüchte.

Bei einer hypertrophischen Pharyngitis ist mitunter eine Operation nötig. Das überschüssige (hypertrophische) Gewebe wird dann entweder verätzt oder mit einem Laser entfernt.

Eine Operation kann ebenfalls notwendig werden, wenn der Rachen durch eine häufige oder chronische Mandelentzündung in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Arzt wird zu einer Entfernung der Rachenmandeln raten.

Unterstützend können auch bei einer chronischen Pharyngitis viel Trinken, Lutschtabletten, Halsbonbons sowie Gurgellösungen zur Linderung eingesetzt werden. Versuchen Sie, die Luftfeuchtigkeit im Raum mittels Luftbefeuchtern zu erhöhen. Auch regelmäßige Inhalationen mit Kochsalzlösung, Kamille und Salbei können die Symptome bessern.

Autor:

Bern Anse aus Frankfurt am Main

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