Ein gesegneter Tag: Dekanatswallfahrt nach Maria Einsiedel

Die Dekanatsfahne. Sie zeigt die ganze Größe des katholischen Dekanates Rüsselsheim.
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  • Die Dekanatsfahne. Sie zeigt die ganze Größe des katholischen Dekanates Rüsselsheim.
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Über 300 Gläubige nahmen am Samstag, dem 10. September am Gottesdienst zum Abschluss der diesjährigen Dekanatswallfahrt des katholischen Dekanates Rüsselsheim, teil. Traditionell ist seit zehn Jahren Maria Einsiedel bei Gernsheim, am zweiten Samstag im September, das Ziel.
Zuvor pilgerten die Teilnehmer aus den verschiedenen Pfarreien, zwischen Kelsterbach im Norden und Gernsheim im Süden, auf die unterschiedlichste Art und Weise in das „geistige Zentrum“ des Dekanates.
Eine Gruppe Fußwallfahrer startete am Samstagmorgen um 6.00 Uhr an der Groß-Gerauer Kirche St. Walburga. Ungefähr zwanzig Radfahrer machten das Anliegen der katholischen Betriebsseelsorge deutlich. Von Rüsselsheim ging es über Groß-Gerau, Büttelborn nach Maria Einsiedel. Unter dem Leitwort: „Unsere (katholische) Soziallehre – gegen soziale Leere“ machten die Teilnehmer an markanten Punkten, wie z.B. bei der Groß-Gerauer Tafel, Zwischenstation. Außerdem bot die Pfarrgruppe Nauheim/Königstädten eini eigene Kinderwallfahrt an.
Zahlreiche Pilger kamen außerdem mit Pfarrbusen, Fahrrädern oder dem eigenen PKW und nutzten die angebotene Möglichkeit zum Mittagessen im und um das Jugendhaus. Vor dem Gottesdienst bestand auch noch die Beichtgelegenheit.
Um 14.30 Uhr begann bei strahlendem Sonnenschein der Wallfahrtsgottesdienst vor der kleinen Wallfahrtskapelle. Dr. Peter Schult, der Vorsitzende des Dekanatsrates, sprach in seiner Begrüßung dann auch von "einem von Gott gesegneten Tag". Musikalisch wurde die Hl. Messe von der katholischen Blasmusik St. Georg aus Rüsselsheim sowie der Gruppe Horizont aus Riedstadt/Goddelau gestaltet.
In seiner Predigt erinnerte Prälat Dr. Peter Hilger an den großen Mainzer Bischof Emanuel von Ketteler, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Die Botschaft von Kettelers sei heute noch genauso aktuell wie vor rund 150 Jahren.
Wilhelm Emanuel von Ketteler (25.12.1811 – 13.07.1877) gilt als Mitbegründer der Katholischen Soziallehre und erhielt den Beinamen „Arbeiterbischof“. Er war von 1850 bis zu seinem Tod 1877 Bischof von Mainz. Bereits als junger Priester erkannte er, dass mit karitativen Maßnahmen allein die Not der lohnabhängigen Bevölkerung nicht mehr zu bewältigen sei und forderte in seinen Reden und Schriften staatliche Interventionen und Gesetze, um die Auswüchse des Wirtschaftsliberalismus zu beschneiden und ungerechte Strukturen zu beseitigen. Ebenso förderte er die Bildung von katholischen Arbeitervereinigungen.
Auch heute müsse die Kirche an der Seite der Armen und sozial Schwachen stehen. Diakonales und karitatives Handeln sei genauso wichtig wie die Feier der Liturgie und die Glaubensverkündigung, so Prälat Hilger in seiner Predigt.

Autor:

Markus Schenk aus Büttelborn

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