Chinesische Delegation zu Besuch im Gustavsburger TIGZ

Der Leiter der chinesischen Delegation Jun Zhang überreicht Informationsmaterial an die TIGZ Geschäftsführerin Gabriele Fladung
  • Der Leiter der chinesischen Delegation Jun Zhang überreicht Informationsmaterial an die TIGZ Geschäftsführerin Gabriele Fladung
  • Foto: Matthias Koranzki
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Wo: TIGZ Gustavsburg, Ginsheimer Straße 1, 65462 Ginsheim-Gustavsburg auf Karte anzeigen

Wie viele Nullen hat eine deutsche, wie viele Nullen eine amerikanische Billion? Es ging um große Zahlen beim Vergleich zwischen Jinan, Hauptstadt der chinesischen Provinz Shandong und der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main, anlässlich des Besuchs einer 20köpfigen chinesischen Delegation im Gustavsburger TIGZ Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum.

Auf 8.177 km² leben 6 Millionen Einwohner in Jinan, in der deutschen Metropolregion sind es 5,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 14.800 km². Kommen in Jinan 733 Einwohner auf einen km², so sind es in Frankfurt/Rhein-Main 372 Einwohner pro km².

Irritationen gab es beim Vergleich des Bruttoinlandsproduktes. Dies beträgt in Frankfurt/Rhein-Main 200,5 Milliarden Euro, in Jinan 161,9 Milliarden Yuan (20,39 Milliarden Euro). Da die amerikanische Billion der deutschen Milliarde entspricht, kam es zu beim dreisprachigen Austausch chinesisch-deutsch-englisch zu einigen Schwierigkeiten, bis die Zahlen vergleichbare waren.

Generell dominieren die Großunternehmen in der chinesischen Wirtschaft. „In Deutschland haben wir den sog. Mittelstand als wichtigen Motor für Wirtschaftswachstum, Innovation und Beschäftigung“, so Gabriele Fladung, Geschäftsführerin der TIGZ GmbH und illustriert diese am Beispiel des Kreises Groß-Gerau. Lediglich 35 Unternehmen im Kreis Groß-Gerau, das sind 0,3 Prozent aller Unternehmen, haben mehr als 250 Beschäftigte. Die 9.605 Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigen stellen 90,2 Prozent der Unternehmen im Kreis. Insgesamt zählen 99,7 Prozent aller Unternehmen zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Sie schaffen weit über die Hälfte aller Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft, sorgen für Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum und spielen eine Schlüsselrolle in den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung wie die im TIGZ angesiedelten Firmen zeigen.

Da ist zum Beispiel die Designagentur bsd. Ob Reisemobilinterieur oder LED-Lampen, die Designer kombinieren Materialien neu, setzen sie in ungewohnte Zusammenhänge, geben Inspiration für die Entwicklung von Produkten und leiten unkonventionelle Änderungsprozesse ein. Die innovativen LED-Leuchten von OCARI® avantgarde lighting waren 2014 auf der weltführenden Messe für Architektur und Technik, der light+building in Frankfurt zu sehen – mit überwältigender Resonanz von Fachbesuchern, Architekten, Planern und Presse. Das gesamte Corporate Design, die innovativen Leuchten, der Messestand, der Webauftritt, alles ist aus einem Guss – made in Germany, designed by bsd.

Auf der Webseite des VC Racing Team Darmstadt heißt es: „Um schnell Rad fahren zu können, muss die aufgebrachte Leistung möglichst effizient in Vortrieb umgewandelt werden. Daher verwenden wir BIOTECH CHAIN LUBE Kettenöl.“ Der Entwickler des umweltfreundlichen Kettenöls, Diplom-Biologe Arian Nek ist mit seinem Unternehmen Danico im TIGZ zu finden. Hier bekommen sie den einzigen Fahrrad-Schmierstoff mit dem offiziellen Umweltsiegel »Blauer Engel« und dem »EU-Ecolabel« nach ISO-Norm 14020. Auch die Hessen Trade & Invest ist überzeugt vom Angebot und lud das Unternehmen zur Präsentation auf die Hannover Messe 2014 ein. Der Entwurf des Kettenöllabels stammt übrigens auch aus dem TIGZ – von Michal Kaspar, konzeptionelles Design.

Auf der IAA Frankfurt 2013 entdeckte die international renommierte Zeitschrift Technology Review den S-Walker. “Der S-Walker ist ein leichter, handlicher und ansehnlich designter Segway-Ersatz. Zum ersten Mal lässt sich ein Elektro-Einachser bequem in die Bahn mitnehmen.“ So ihr Fazit nach dem Praxistest. Deutsche und chinesische Firmen, Ingenieurbüros und Design-Agenturen haben an dem Produkt gearbeitet und es bis zur Serienreife entwickelt. Designed in Germany, produziert in China, vertrieben aus dem TIGZ- das ist der S-Walker.

Mit der Vorstellung des S-Walker als gelungener Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Entwicklern endete der Besuch im TIGZ. Nach angeregter Diskussion und dem Austausch von Informationsmaterial verabschiedete sich die Delegation Richtung Köln.

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