Die Europa-Union Bergstraße zur Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union

Der 10. Dezember 2012 ist ein Tag der Freude für Europa. Der Europäischen Union wird der Friedensnobelpreis verleihen. Dieser Preis, so EU-Kreisvorsitzender Wolfgang Freudenberger, gehört jeder Bürgerin und jedem Bürger der Europäischen Union. Aber dieser Tag gibt auch Anlass zum Nachdenken. Zwar befindet sich Europa nach wie vor in der größten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Hohe Staatsschulden und dysfunktionale Finanzmärkte gefährden Wohlstand, Stabilität und Demokratie in vielen Ländern der Welt, auch in Europa. Die Europäische Union ist und bleibt aber in punkto Friedenssicherung die erfolg-reichste Ordnung, die Europa je in seiner Geschichte gekannt hat. Dafür ist die EU völlig zu Recht mit dem wichtigsten Preis der Welt ausgezeichnet worden. Heute nehmen die Präsidenten von Europäischem Par-lament, Europäischer Kommission und Europäischem Rat den Friedensnobelpreis in Stockholm entgegen. Wir gratulieren Europa zu 67 Jahren Frieden. Wir wollen auch und besonders in der Krise mehr Europa wa-gen, um den erreichten zivilisatorischen Fortschritt für unsere Kinder und Kindeskinder zu sichern und zu bewahren, so Freudenberger.

Es ist kein Zufall, dass der Friedensnobelpreis am internationalen Tag der Menschenrechte überreicht wird. Frieden in Freiheit ist eines der grundlegendsten Menschenrechte. Es wird tagtäglich an vielen Orten unserer Welt verletzt. Europa war über viele Jahrhunderte ein von Kriegen zerrissener Kontinent. Die Friedensphasen waren kurz, selten generationenübergreifend. Das hat sich mit dem Einigungsprozess, der Mitte des vergangenen Jahrhunderts nach der fürchterlichen Erfahrung der Weltkriegsepoche einsetzte, grundlegend gewandelt. Es gibt viele gute und pragmatische Gründe, die für den Weg der europäischen Einigung sprechen. Das Argument des Friedens in einer demokratischen, freiheitlichen Ordnung bleibt aber das wichtigste Motiv der europäischen Einigung. Dies zu ignorieren, wäre geschichtsvergessen.

Diejenigen, die die europäische Ordnung in der Krise anzweifeln, müssen die Frage beantworten, welche an-dere, neue oder alte Ordnung an die Stelle der Europäischen Union treten soll. Eine Rückkehr zur Kleinstaate-rei, ob in den Grenzen der klassischen Nationalstaaten oder entlang der oftmals ethnisch aufgeladenen regionalen Separatismen wäre der Anfang vom Ende der längsten Friedenszeit in Europa. Die Verleihung des Friedensnobelpreises muss uns deshalb auch nachdenklich stimmen, denn sie ist mehr als eine bloße Auszeichnung. Sie ist zugleich eine Mahnung, das Erreichte nicht aufs Spiel zu setzen. Wir, die Europa-Union Bergstraße, so Freudenberger abschließend fordern den weiteren Ausbau unseres gemeinsamen Hauses Europa zu einem wirklichen Europäischen Bundesstaat als Teil einer dem friedvollen Miteinander der Völker verpflichteten Weltunion.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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