Dreister Betrüger gibt sich als Bestatter aus und will Bargeld!

Seien Sie bei Geldforderungen am Telefon oder an der Haustür vorsichtig!

Schaafheim. Dass Betrüger wirklich skrupellos sind, musste eine Witwe am Montag (27.01.2014) feststellen. Der Mann der 81-jährigen Frau war erst vor wenigen Tagen beigesetzt worden. In der Zeitung waren entsprechende Anzeigen zu lesen. Diese nutze vermutlich ein dreister Betrüger und rief am Montagvormittag bei der Rentnerin an. Der Betrüger gab sich als Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens aus, das für die Beerdigung verantwortlich war. Der angebliche Mitarbeiter wollte die Bestattungskosten in Höhe von 4.000,- Euro noch am gleichen Tag in bar bei der Rentnerin abholen. Für die Barzahlung gewährte der Anrufer noch einen Rabatt und forderte letztlich 3.150,- Euro. Auch eine Teilzahlung würde vorerst ausreichen. Über den Anruf sehr verwundert, rief die Rentnerin bei dem Bestattungsinstitut an, um sich rückzuversichern. Hier musste sie erfahren, dass sie von einem Schwindler angerufen wurde. Dieser hatte es auf ihr Bargeld abgesehen. Von Seiten des Bestattungsunternehmens wurden nie solche Forderungen gestellt.

Die Seniorin meldete den Vorfall umgehend der Polizei. Das Betrugskommissariat (K23) in Darmstadt hat die Ermittlungen zu dem Betrüger aufgenommen. Den Beamten sind bereits ähnliche Fälle aus der Vergangenheit bekannt. Hier waren im Zusammenhang mit Todesanzeigen Betrüger direkt an der Anschrift der Hinterbliebenen aufgetaucht und wollten die Kosten für die Veröffentlichung der Todesanzeige in der Zeitung in bar abkassieren.

Die Ermittler geben in diesem Zusammenhang folgenden gut gemeinten Rat: Seien Sie bei Geldforderungen am Telefon oder an der Haustür sehr vorsichtig! Von seriösen Unternehmen erhalten Sie Ihre Rechnung per Post. Nehmen Sie bei geringstem Zweifel direkt Kontakt mit der Institution auf. Händigen Sie Bargeld niemals an Fremde aus! Informieren Sie umgehend die Polizei, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die Beamten werden Sie ausführlich beraten und Ihnen entsprechende Verhaltenshinweise geben.

(Polizeipräsidium Südhessen)

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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