Exklusiv: Der neue Opel Adam im Test

Verdrehte Hälse, lange Blicke und Fotohandys, die auf Sie gerichtet sind. Im Straßenverkehr ist die Ursache dafür meist, dass Sie entweder prominent oder der Fahrer eines sehr teuren Fahrzeuges, das sich oberhalb des 300 PS Leistungsspektrums bewegt, sind.
Aber was war da los: Ich bin weder prominent, noch fahre ich einen Supersportwagen und dennoch beobachte ich diese Reaktionen.
Wer hätte es erwartet? Ein Opel ruft diese Reaktionen hervor - nicht irgendein Opel, sondern der neue Lifestyle Flitzer Opel Adam.
Spätestens beim zweiten Blick ist klar: Hier steht kein Billigauto vor einem. Bis zu 18 Zoll große Leichtmetallfelgen, mit Chrom umrandete Fenster, zweifarbige Lackierung und im Innenraum, der auch mehrfarbig wählbar ist, setzt sich der Eindruck fort.
Doch was neben der Innenausstattung für jedes „große Kind“ interessanter sein dürfte, sind die technischen Spielereien. Jeder, der ab und zu in Automobilfachzeitschriften blättert, hat bestimmt schon mal vom LED-Sternenhimmel gehört. Über dessen Sinn und Nutzen kann man sich streiten, ich muss aber sagen, dass er ein sehr stilvoller Ersatz für die Innenraumbeleuchtung ist. Außerdem haben von mir durchgeführte Feldversuche ergeben, dass er, besonders in der Nacht, eine gute Einschlafhilfe für Freundin, Frau oder Kinder ist.
Wer nun den Schlaf noch mit ein wenig klassischer Musik sichern will, dem kann ich die im Testwagen verbaute Infinity-Soundanlage empfehlen. Diese liefert wirklich einen fantastischen Klang, der jeden Musikliebhaber begeistern wird.
Einziger Nachteil: Wer Wert auf ein tolles Klangvolumen legt, der verzichtet auf ca. 70 l Kofferraumvolumen, das somit von 170 l auf 100 l schrumpft. Das reicht dann noch für eine Reisetasche und einen Rucksack. Wer aber mehr laden muss, legt einfach die Rückbank um.Das ist mit zwei kurzen Handgriffen an der Rückbank erledigt. Wenn nicht zum Transport zweckentfremdet, sollte man auf der Rückbank sowieso nur kleinere Personen über längere oder Große über kurzer Strecke befördern, da es hinten im Adam recht eng zugeht. Doch genug auf hohem Niveau gejammert!
Gekoppelt ist das Infinity mit Opels neusten Infotainmentsystem, das auf den Namen IntelliLink hört.
Besonderheit an diesem ist das 7 Zoll Touchdisplay, welches mit der oft in Opel-Modellen kritisierten großen Zahl von Knöpfen Schluss macht und das Armaturenbrett sehr aufgeräumt wirken lässt. Ein weiteres Plus ist die Integrationsfähigkeit von Smartphones. So können Musik, Filme, Bilder und bestimmte Apps, die auf einem mit der Anlage verbundenen Smartphone gespeichert sind, direkt über das Display, gehört, betrachtet oder verwendet werden. Bemerkenswert ist auch der Preis für diese Infotainmentsystem: gerade mal 300 € verlangt Opel dafür, (zusätzlich noch 40 € für die Navigations-App) - er sucht somit seinesgleichen.
Bedient wird das neue Infotainmentsystem aus zwei sehr gemütlichen Frontsitzen heraus, sie sind optional, ebenso wie das Lenkrad, beheizbar. Das braucht nicht jeder, aber ich habe mich sogar in diesem milden Winter bereits sehr für das warme Lenkrad erwärmt. Vorne Platz genommen, lässt nichts den Gedanken aufkommen, in einem Kleinstwagen zu sitzen, beim Blick nach hinten ist man überrascht wie wenig Auto da noch kommt.
Doch die meisten, die sich ein Auto leisten, bewundern es nicht nur, also Schlüssel umgedreht und ab auf die Straße. Für Vortrieb sorgen im Adam wahlweise drei bekannte Benzinmotoren mit 1.2 l bis 1.4 l Hubraum und einer Leistung von 51 kW bis 74 kW (70 bis 100 PS) aus dem Corsa. Eine neue Generation kleiner, aufgeladener Benzinmotoren, die bei geringerem Verbrauch mehr Leistung verspricht, wird 2013 nachgereicht. Im Testwagen ist der mittlere Motor mit 64 kW (87 PS) mit Start/Stopp–Automatik verbaut. Bei der ersten Fahrt war ich überrascht, wie agil sich der Kleine bewegen lässt, da ein Sprintwert von 12,5 sek. auf dem Papier darauf nicht schließen ließ. Die Werksangabe für den Verbrauch liegt bei 5,1 l auf 100 km. Auf einer Vielzahl von Testfahrten lag der Testverbrauch zwischen 5,8 l und 6,4 l, je nach Fahrweise.
Fahrweise ist hier das Zauberwort. Der kleine Adam ist ein wahrer Kurvenräuber. Der Testwagen ist mit der SLAM Ausstattung ausgerüstet, die für Sport steht und serienmäßig mit einem Sportfahrwerk daher kommt. Dieses vermittelt ein sicheres Fahrgefühl, auch in schneller gefahrenen Kurven, ohne dabei zu hart und unkomfortabel zu sein.
Alternativ gibt es noch die Ausstattungslinie GLAM,welche besonders glamourös gestaltet werden kann und JAM welche noch farbenfroher wählbar ist.

Auch während der Fahrt wartet Adam mit einigen Extras auf, die die Tour angenehmer und auch sicherer gestalten. Neben einem Tempomaten wären da noch ein Regensensor oder die Lichtautomatik (welche übrigens auch auf Wunsch den bereits erwähnten LED-Sternenhimmel aktiviert). Für mehr Sicherheit sorgt unter Anderem ein Überholassistent, der ein Signal in den Seitenspiegeln aufleuchten lässt, wenn sich beispielsweise ein anderes Fahrzeug im toten Winkel befindet.

Am Ziel angekommen beginnt nun oft die Parkplatzsuche und hier spielt Adam seine Stärken aus! 3,70m misst er gerade mal in der Länge und gestaltet damit die Parkplatzsuche angenehm. Unterstützt wird man hierbei noch von bereits bekannten Parkpiepsern und der serienmäßigen City-Funktion. Diese kann per Knopfdruck zugeschaltet werden und verstärkt die Lenkunterstürzung, was auch für die kleinsten Lücken sämtliche Kurbelarbeit zu einem Kinderspiel macht.

Ein „Problem“ gibt es noch für jeden Mann, dessen Interesse an dem kleinen Adam geweckt wurde - Autos seiner Klasse werden oft als als „Frauenauto“ verschrien, denn da gibt es noch ein Ass im Ärmel, um das Auto der Frau/Freundin schmackhaft zu machen: Ein automatischer Parkpilot! Auf Knopfdruck sucht er selbst nach Längs- oder Querparklücken. Einmal gefunden, lässt man das Lenkrad los und er lenkt sich selbst in die Lücke. Nur Gas geben und bremsen muss man noch selbst. Okay! Hand aufs Herz - auch einer Menge männlicher Autofahrer, beziehungsweise Autoparker, käme dieses System zu Gute, um hier keine Klischees zu bestätigen. Das System feiert bei Opel im Adam Premiere und leistet gute Arbeit. Seine Leistung wurde bereits von einer Mitfahrerin in dem Punkt „kritisiert“, dass uns das Auto in eine so kleine Parklücke lenkte, dass sie - Zitat: „Selber niemals raus kommt!“

So weit mein Bericht vom Opel Adam. Wer Interesse bekommen hat, der kann sich selbst ab dem 19.01.2013 bei den Opel-Händlern einen ersten Eindruck verschaffen. Hier wartet Adam mit einem Einstiegspreis von 11.500 €.

Der Testwagen ist, bis auf den von Opel bekannten im Heck integrierten Fahrradträger, voll ausgestattet und liegt damit bei einem Preis von ca. 19.100 €.

Der Opel Adam ist ein gelungenes Auto mit vielen durchdachten und interessanten Details, die es zu entdecken gilt und der mehr bietet als nur die simple Fahrt von A nach B.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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