Förderung des Radverkehrs

Verkehrsdezernentin Brigitte Lindscheid informiert über zentrale Maßnahmenpakete der beiden kommenden Jahre im gesamten Stadtgebiet

Darmstadts Bau- und Verkehrsdezernentin Brigitte Lindscheid informierte am Donnerstag (19.) über die Einrichtung weiterer Radverkehrsanlagen im gesamten Stadtgebiet, die in den Jahren 2013 und 2014 realisiert werden. Insgesamt werden aus dem Sonderprogramm zur Sanierung des öffentlichen Raums der Stadtregierung im laufenden und kommenden Jahr 1,3 Millionen Euro unmittelbar in den Bau von Radwegen fließen.

Zu den wichtigsten Vorhaben, die noch im laufenden Jahr umgesetzt werden, gehört die Markierung eines Rad- und Schutzstreifens in der Bleichstraße zwischen Grafenstraße und Steubenplatz. „Der neue Radstreifen wird die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer auf der intensiv genutzten Radwegeverbindung zwischen Technischer Universität, Innenstadt und Hauptbahnhof deutlich verbessern. Hier muss das Miteinander von Schwerlastverkehr und Radverkehr so geordnet werden, dass niemand zu Schaden kommt“, betont die Stadträtin.

Ein weiteres, kurz vor seiner Realisierung stehendes Vorhaben sei der Bau eines gemeinsamen Geh- und Radweges auf der Südseite der Hindemithstraße: „Viele Bürgerinnen und Bürger aus Wixhausen nutzen diese Verbindung um regelmäßig zu ihrem Arbeitsplatz in Arheilgen oder Darmstadt zu gelangen, da ist es selbstverständlich, dass ein sicherer Radweg angeboten werden muss, schon deshalb, weil das Rad auf Strecken mit einer Länge von weniger als 10 Kilometern eine echte Alternative zum Auto darstellt.“

Zu den Baumaßnahmen, die ebenfalls noch in 2013 und 2014 durchgeführt werden, gehören aber auch die Radwegeerneuerung an der Eschollbrücker Straße zwischen Haardtring und Apotheke, der Bau eines Radstreifens an der Heidelberger Landstraße zwischen Ringstraße und Ulvenbergstraße, und der Bau eines Radweges am Haardtring zwischen Moltkestraße und Eschollbrücker Straße. Ebenfalls im kommenden Jahr sollen die bereits bekannten Fahrradstraßenprojekte Wilhelminenstraße, Pankratiusstraße und Heinrich-Fuhr-Straße realisiert werden.

Bereits im Bau befinden sich weitere Projekte, die ebenfalls dem Radverkehr zu Gute kommen werden, wie etwa die Grunderneuerung der sehr stark von Radfahrern genutzten Hochschulstraße. „Die Grunderneuerung der Hochschulstraße ist seit vielen Jahren überfällig. Nun ist es dem Magistrat endlich gelungen, die dringend notwendige Verbesserung dieser wichtigen Radwegeverbindung aus den nördlichen Stadtteilen in die Innenstadt in Angriff zu nehmen“, stellt die Verkehrsdezernentin fest. Auch mit dem Neubau der ÖPNV-Achse Bismarckstraße zwischen Göbelstraße und Dolivostraße, mit dem ein weiterer wichtiger Lückenschluss im Radwegenetz geschaffen wird, konnte inzwischen begonnen werden.

Zeitgleich arbeitet das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt derzeit an weiteren 22 Radverkehrsplanungsprojekten, die in den nächsten Jahren mit Nachdruck umgesetzt werden sollen. Hauptziel dieser Planungen ist die Verbesserung der Qualität von Radwegerouten und die Schließung von Lücken im Radwegenetz.

Hervorzuheben sind hierbei die Erarbeitung eines Sofortprogramms für die Anlage von Radschutzstreifen in Hauptverkehrsstraßen und der Lückenschluss in Nord-/Südrichtung für den Radverkehr durch die Zimmer- und die Grafenstraße.

Eine große Herausforderung stellt derzeit die Planung einer attraktiven und vor allem sicheren Radverkehrsanlage an der Heidelberger Straße zwischen Herrmannstraße und Rüdesheimer Straße dar. An einer Lösung, die den Zielkonflikt zwischen den Anforderungen des fahrenden und ruhenden Kraftfahrzeugverkehrs auf der einen Seite und den Voraussetzungen für eine gute Radverkehrsverbindung auf der anderen Seite auflöst, wird in den Fachämtern intensiv gearbeitet.

Ebenfalls auf der Planungsagenda steht der Umbau des gesamten Straßenzuges vom Willy-Brandt-Platz bis zum Nordbahnhof. Auch hier ist die Verbesserung der Voraussetzungen für den Radverkehr ein wichtiger Schwerpunkt. Aber auch für die Nieder-Ramstädter Straße und die Landgraf-Georg-Straße laufen im Augenblick Planungen, die die Sanierung der Fahrbahn und die Einrichtung von sicheren Radverkehrsanlagen zum Ziel haben.

Neben den rein baulichen Planungen und Vorhaben, betont Verkehrsdezernentin Brigitte Lindscheid die Bedeutung von Projekten, die ebenfalls der Förderung des Radverkehrs dienen: „Aktuell bereiten wir die Öffnung weiterer Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer vor, etwa in der Schloßstraße, der Löfflerstraße, der Gute-Garten-Straße und der Wittmannstraße. Außerdem erarbeiten wir zurzeit gemeinsam mit der DADINA und Kommunen aus dem Landkreis einen Förderantrag zur Schaffung weiterer Park+Ride-Anlagen im Stadtgebiet und in den Landkreiskommunen. Auch dieses Angebot wird dazu beitragen, die hohe Verkehrsbelastung im Stadtgebiet weiter zu reduzieren“, stellt die Verkehrsdezernentin fest.

Auch die Erweiterung des Angebots an Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt könne dazu beitragen, manchen Kunden auf die Nutzung des eigenen PKW verzichten zu lassen, so Brigitte Lindscheid: „Gerade den Menschen, die mit dem ÖPNV nach Darmstadt kommen, soll das Angebot eines Fahrradverleihsystems die Fortbewegung innerhalb der Stadt erleichtern. Hierzu erarbeitet das Verkehrsdezernat gemeinsam mit ivm GmbH (Inte­grier­tes Verkehrs- und Mobi­li­täts­ma­nage­ment Region Frank­furt Rhein­Main), HEAG mobilo und der Technischen Universität das Konzept zum Aufbau eines solchen Systems. Erste Arbeitsergebnisse werden noch in diesem Jahr vorliegen.“ (SD)

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