HEAG mobilo: Keine Elektromobile in Bussen und Bahnen - Mitnahme nach RMV-Beförderungsbestimmungen ausgeschlossen

DARMSTADT/LANDKREIS DARMSTADT-DIEBURG (sir) – Elektromobile dürfen in Bussen und Straßenbahnen des HEAG Verkehrskonzerns nicht mitfahren. Aus Sicherheitsgründen ist deren Beförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Beförderungsbestimmungen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) untersagt. Dieses Verbot gilt auch in den Bussen der HEAG mobiBus und den Straßenbahnen der HEAG mobilo. Mit Rollatoren, Rollstühlen und E-Rollis dagegen ist das Bus- und Bahnfahren generell weiterhin erlaubt. Jedoch liegt auch hier die Mitnahme weiterhin im Ermessen des Fahrpersonals und richtet sich nach den betrieblichen Gegebenheiten.
Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat aufgrund einer aktuellen Sicherheitsuntersuchung seinen Mitgliedern empfohlen, Elektromobile von der Beförderung in Bussen und Straßenbahnen auszuschließen. Bundesweit sind inzwischen zahlreiche Verkehrsunternehmen dieser Empfehlung gefolgt.
Als Elektromobile bzw. Elektroscooter werden elektrisch angetriebene Leichtfahrzeuge bezeichnet, die nur einem Fahrzeugführer zuzüglich Gepäck zur Fortbewegung dienen. Es gibt sie in vielen Varianten mit unterschiedlichsten Abmessungen, Gewicht und Geschwindigkeiten. Durch den höheren Schwerpunkt der Fahrzeuge besteht vor allem in Kurven oder beim Bremsen eine Rutsch- und Kippgefahr. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn der Boden des Linienfahrzeugs nass oder verschmutzt ist. Die Haltevorrichtungen in Bussen und Straßenbahnen für die Sicherung von Rollstühlen sind von der Konstruktion her für Elektromobile nicht geeignet, so dass deren Mitnahme ein Risiko nicht nur für die Elektromobil-Fahrer selbst, sondern auch für die übrigen Fahrgäste darstellt. Im Schadensfall kann das für die Verkehrsunternehmen und auch für deren Mitarbeiter persönlich haftungsrechtliche Folgen haben.
In der Vergangenheit haben HEAG mobilo und HEAG mobiBus aus Kulanzgründen gelegentlich Elektromobil-Fahrer mitgenommen. Angesichts der aktuellen Rechtslage ist dies nicht mehr zu verantworten. Elektromobile werden in Bussen und Bahnen daher ab sofort nicht mehr mitgenommen.
„Wir wissen, dass der Ausschluss von Elektromobilen für einzelne mobilitätseingeschränkte Personen eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität bedeutet, bitten jedoch die Betroffenen um Verständnis. Es dient ihrer eigenen Sicherheit sowie der aller weiteren Fahrgäste“, so HEAG mobilo-Sprecherin Silke Rautenberg. Sollte sich in der Zukunft die Rechtsprechung ändern und Lösungen aufgezeigt werden, die einen sicheren Transport von Elektromobilen gewährleisten, wird die HEAG mobilo ihre betriebliche Praxis überdenken und dazu in den Medien informieren.

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