Rente: Böses Erwachen mit der Fondspolice? Experten raten zu regelmäßigem „TÜV“ der Investmentfonds

Die gesetzliche Rente alleine reicht für einen entspannten Lebensabend heute in der Regel nicht mehr aus. Meist beträgt das Altersruhegeld nur noch etwa 50 Prozent des letzten Einkommens. Das ist knapp. Eine häufig empfohlene Rentenvorsorge ist die fondsgebundene Rentenversicherung (Fondspolice). Sie bietet Vorteile, insbesondere höhere Renditechancen, birgt aber auch einige nicht zu unterschätzende Risiken.
Im Gegensatz zu einer privaten „klassischen“ Rentenversicherung [Der Garantiezins wird 2012 von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gesenkt] gibt es bei der Fondspolice keine gesicherte Verzinsung. Die Ablaufleistung hängt vom Verlauf bzw. der Wertentwicklung der gewählten Investmentfonds ab. Genau darin steckt das Risiko. Zwar ist häufig garantiert, dass zu Rentenbeginn auf jeden Fall die eingezahlten Beiträge verfügbar sind, doch das reicht meist nicht, um die Rentenlücke zu schließen. Das gleiche Ergebnis bietet das Sparen im Sparstrumpf. Einen Wertzuwachs kann man hier nicht erwarten. Erst die überdurchschnittliche Wertentwicklung der gewählten Investmentfonds führt zum angestrebten Ergebnis. Genau hier liegt der kritische Punkt: Eine einmal getroffene Fondsauswahl kann im Laufe der Zeit von erfolgversprechend zu höchst problematisch mutieren. Es empfiehlt sich daher, die Policen regelmäßig von Spezialisten überprüfen zu lassen.
Der Anlageexperte der Deutschen Gesellschaft für Vermögenssoptimierung, Christian Ofer, geht sogar noch weiter: „Viele Kunden tragen Verlustrisiken von 50 bis 60% des angesparten Versicherungsguthabens und wissen es nicht einmal. Das Problem liegt in der mangelhaften Nachbetreuung der Fondspolicen in Deutschland. Eine gute Versicherungsberatung ist bereits schwierig zu finden und für das Fondsmanagement sind die meisten nicht ausgebildet oder es fehlt schlicht die Erfahrung.“ Die Fondspolice ist eine interessante Rentenvorsorge und kann gemäß einer aktuellen Überprüfung von Finanztest [09/2011] durch Steuervorteile sogar profitabler sein als ein reiner Fondssparplan. Doch sie erfordert die Auseinandersetzung mit der Marktentwicklung und eine regelmäßige Überprüfung. Bei den meisten Anbietern kann man die Fonds kostenlos wechseln. Verlustrisiken können dabei häufig auf 5 bis 10% reduziert werden.
Eine aktuelle Übersicht der Verlustrisiken der meistgewählten Fonds kann abgerufen werden unter www.fondspolicen.dgvo-finanz.de .

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Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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