Sanieren oder neu bauen?

Die anhaltende Schuldenkrise in Europa sorgt für Inflationsängste bei den Bundesbürgern - und für einen Boom auf dem Immobilienmarkt. Schließlich steht das eigene Heim für Sicherheit, Beständigkeit und einen sorglosen Ruhestand. Die Investition in die eigenen vier Wände fällt auch deshalb so leicht, weil sich die Hypothekenzinsen weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau befinden: Eine Immobilie lässt sich derzeit noch immer außergewöhnlich günstig finanzieren.
Geld, das in eine Immobilie investiert wird, birgt im Vergleich zu anderen Anlageformen relativ wenige Risiken. Bleibt nur noch die Frage, ob das Geld in einen Neubau oder in eine Bestandsimmobilie fließen soll. Verführerisch sind die niedrigeren Anschaffungskosten eines alten Hauses. Das Erwachen kommt oftmals erst dann, wenn der frischgebackene Hauseigentümer die notwendige Sanierung im vollen Umfang überschaut. Um die Entscheidung zwischen einem Alt- und einem Neubau zu erleichtern, gibt das Infozentrum "Massiv mein Haus e.V." jetzt eine Checkliste heraus, mit deren Hilfe Laien den Sanierungsbedarf besser abschätzen können. Die kostenlose Checkliste sowie weiteres Informationsmaterial können unter www.massiv-mein-haus.de aus dem Internet heruntergeladen oder per Telefon unter 0385-20794013 bestellt werden.
Das bisschen Sanierung mache ich locker am Wochenende in Eigenarbeit - denkt sich so mancher Hauskäufer. In welche Risiken er sich dabei stürzt, zeigt sich häufig erst nach Sanierungsbeginn. Dass beispielsweise Grundriss, Bodenbeläge oder Bäder bei älteren Wohnhäusern häufig wenig zeitgemäß sind, erkennt man meist auf den ersten Blick. Aber erst im Nachhinein zeigt sich oftmals, dass auch Elektro-, Sanitär- und Heizungsleitungen marode sind. Und Maßnahmen zur Energieeinsparung sind heute verpflichtend. Viele Erwerber alter Häuser mussten schmerzvoll erkennen, dass ein Abriss und Neubau wirtschaftlicher und das Ergebnis besser gewesen wäre.
Jeder Hausbesitzer sollte deshalb vor einer Sanierung und jeder Immobilienkäufer vor Vertragsabschluss prüfen, wie umfangreich die erforderliche Sanierung sein wird und welche Kosten ungefähr auf ihn zukommen. Die Checkliste des Infozentrums "Massiv mein Haus e.V." kann die Beratung durch einen Experten zwar nicht ersetzen, hilft aber, den Sanierungsumfang festzustellen und Angebote von Handwerkern einzuholen. Anschließend kann der Hausbesitzer in spe immer noch entscheiden, ob er sich für eine Sanierung, einen Abriss der Bestandsimmobilie und Neubau entscheidet oder lieber gleich ein neues Haus erwirbt.
Fossile Energie wird immer teurer, ihre Lieferung mit der politischen Abhängigkeit von Förderländern immer unsicherer. Für Bauherren gilt es deshalb, weitgehende Entscheidungen zu treffen: Welche Heizkosten kann und will ich mir in Zukunft leisten? Wie wichtig ist mir die Unabhängigkeit von Störfällen? Wie wichtig ist mir die Unabhängigkeit von Lieferengpässen? Wie kann ich meine Heizkosten auf ein bezahlbares Maß heruntersetzen? Wer heute beispielsweise ein Massivhaus aus Mauerwerk baut, entscheidet sich für einen exzellenten Energiesparstandard, kombiniert mit der Langlebigkeit einer robusten Konstruktion und einem behaglichen, gesunden Wohnklima. Und Mauerwerk nutzt durch seine Wärmespeicherfähigkeit die Sonnenenergie besonders gut aus. Einsparungen von zehn Prozent und mehr sind bei einem Massivhaus ohne weiteres möglich. Auch deshalb ist ein Massivhaus eine langfristig gute Kapitalanlage und eine sichere Basis für die Altersvorsorge.

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