Theater in Groß-Gerau

Die „dramatischkleinebühne“, ein freies Schauspielensemble aus Groß-Gerau, das sich mit Produktionen wie Goethes „Faust I“ oder Georg Büchners „Woyzeck“ einen Namen gemacht hat, feiert am Freitag, 8. März, um 20.00 Uhr im Groß-Gerauer Kulturcafé Premiere ihres neuen Stücks - und bricht dabei zu neuen Ufern auf, denn erstmals wird sie dem Publikum eine Komödie präsentieren.
Gezeigt wird ein Klassiker der „Commedia dell’arte“: Carlo Goldonis „Mirandolina“, das zu den bekanntesten Stücken des italienischen Bühnendichters gehört. Der 1752 in Venedig uraufgeführte Dreiakter weicht zwar leicht von der Standardfigurenbesetzung der „Commedia dell’arte“ ab, weist aber doch die typischen Spannungs- und Konfliktbögen des Genres auf: Dort geht es zwar immer auch um die moralischen Werte, die mit der Renaissance in den Mittelpunkt der menschlichen Existenz rückten; es geht aber eben auch stets um Vergnügen, Frauen, Geld und den Ständegegensatz. In konfliktträchtigen Jeder-gegen-Jeden Situationen streben alle Charaktere nach Vergnügen – häufig auf Kosten der jeweils anderen. Stände- und generationenübergreifende Dreieckskonstellationen spielen sich auf unterschiedlichen Handlungsebenen, aber in eng begrenzten fiktionalen Räumen ab.
Nachdem „dramatischkleinebühne“ im vergangenen Jahr mit einem deutlich verjüngten Ensemble John Osbornes „Blick zurück im Zorn“ auf die Bühne gebracht hatte, sind nun von früher bekannte Akteure zurückgekehrt, außerdem werden völlig neue Schauspieler zu erleben sein. Die Regie liegt weiter in den bewährten Händen von Mario Ederberg.
Im Mittelpunkt der Komödie steht die Herbergswirtin Mirandolina (Kathrin Ehrhardt), die sich vom neureichen Grafen von Albafiorita (Sebastian Müller) und dem verarmten Marquis von Forlipopoli (Christopher Hojny) umworben sieht. Zu ihnen gesellt sich noch der etwas finstere Ritter von Ripafratta (Jörg Monzheimer), der von Frauen so gar nichts wissen will. Das fordert die Wirtin heraus, und so nimmt ein turbulentes Spiel seinen Lauf, in dem auch der eifersüchtige Hausdiener Fabrizio (Daniel Brandenburg) sein Recht fordert. Und dann sind da noch die beiden reizender Komödiantinnen (Lea Friedmann und Svenja Willschewski), die ebenfalls für Aufruhr sorgen.
Weitere Aufführungen der mittlerweile siebten Produktion der „dramatischkleinenbühne“ sind am 9. (Samstag) und 10. (Sonntag) März um 20 Uhr sowie am 16. März (Samstag) im um 20.00 Uhr im Kulturcafé Groß-Gerau.
Der Eintritt kostet zehn Euro (ermäßigt fünf Euro).
Karten sind ab sofort erhältlich bei der Groß-Gerauer Buchhandlung Calliebe (Frankfurter Straße 33/Telefon 06152 910235) sowie über das Kartentelefon 06152 909383.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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