„Turbo-Abi“ oder „G9“?

Hessens Schüler fallen mit G8 seltener durchs Abitur

Bei den Abiturprüfungen im Frühsommer, sind hessische Schüler des umstrittenen verkürzten Gymnasialgangs G8 seltener durchgefallen als ihre Mitschüler mit neun Gymnasialjahren. So fielen in diesem Jahr 2,1 Prozent der G8-Schüler durch die Prüfungen und 2,7 Prozent der G9-Schüler. Das teilte kürzlich das Kultusministerium in Wiesbaden mit. Auch beim Notendurchschnitt liegen die G8er mit 2,37 im Vergleich zu 2,45 (G9) vorn. Wie beurteilen die Südhessischen Schüler und deren Eltern dieses Ergebnis?

Während das Kultusministerium in einer Pressemitteilung in dem Ergebnis die Bestätigung sieht, dass die Umstellung auf G8 keine negativen Auswirkungen auf die Leistungen der Schüler hat, sind die von Mein Südhessen befragten Schüler und Eltern geteilter Meinung.

Svenja aus Roßdorf zum Beispiel hat im vergangenen Jahr das Abitur nach neuen Gymnasialjahren gemacht. Sie hat sich über dieses zusätzliche Jahr gefreut und hätte sich ein G8 Abi auf Grund des Zeitdrucks nicht vorstellen können. Markus aus Darmstadt hingegen ist froh, mit G8 ein Jahr schneller den Schulabschluss machen zu können. Er kommt mit den Anforderungen des verkürzten Abiturs gut klar. Stefanie B., eine Mutter aus Darmstadt, findet es wichtig, dass beide Möglichkeiten angeboten werden. Jeder solle den Bedürfnissen seiner Kinder angepasst entscheiden können. Die Statistik der Durchfallquote sage zudem nichts darüber aus, ob die Schüler eines G8 Jahrgangs auch tatsächlich genauso viel gelernt hätten wie ihre Mitschüler die neuen Jahre lang das Gymnasium besuchten.

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