Die Qual der Wahl beim Kauf von Mineralwasser

Darauf sollten Verbraucher beim Kauf von Mineralwasser achten

Trinkwasser ist ein Thema, das jeden Menschen tagtäglich betrifft. Während das Leitungswasser frei Haus geliefert wird, muss sich der Verbraucher im Supermarkt entscheiden, zu welchen Produkten er greift. Allein in Deutschland kann er aus mehr als 500 Mineralwässern wählen. Außerdem werden exotische Wassersorten zu einem oftmals stolzen Preis angeboten - dazu zählen etwa Gletscherwasser aus dem Himalaya oder Regenwasser aus Australien. Doch worauf sollte der Verbraucher beim Wasserkauf wirklich sein Augenmerk richten?

Qualitätsstufe steht auf dem Etikett

"In der Europäischen Union gibt es drei Qualitätsstufen, auf die der Verbraucher achten sollte. Natürliches Mineralwasser hat die höchste Wertigkeit, es folgt das Quellwasser und als drittes das Tafelwasser und abgefülltes Trinkwasser", erklärt Herbert Zerbe, Mineralwasser-Berater von SGS Institut Fresenius, dem bedeutendsten privaten Qualitätszertifizierer für Mineral-, Quell- und Tafelwasser. Die Qualitätsstufe müsse bei Wasser aus Ländern der EU auf dem Etikett stehen. Natürliche Mineralwässer und Quellwasser aus der EU dürfen demnach nicht behandelt - also zum Beispiel desinfiziert - sein und müssen aus unterirdisch geschützten Vorkommen stammen. Für Tafelwasser oder abgefülltes Trinkwasser gilt dies hingegen nicht. Sie können bei Bedarf auch behandelt sein.

Natürliches Mineralwasser darf zudem in der EU nur so betitelt sein, wenn es amtlich als Mineralwasser anerkannt ist. Dafür sind aufwendige und teure Tests notwendig. In Deutschland gibt es eine lange Mineralwasserkultur, deshalb finden sich in den Supermarktregalen vor allem qualitativ hochwertige Mineralwässer. Auch die "Informationszentrale Deutsches Mineralwasser" liefert unter www.mineralwasser.com viele Informationen zu diesem Thema.

Wasser aus der Region schont die Umwelt

"Zu welchem Wasser der Verbraucher greift, ist letztendlich von seinem persönlichen Geschmack abhängig", betont Herbert Zerbe. Er könne für ein angesagtes Wasser zwar mehr Geld ausgeben, unter Qualitätsaspekten sei dies aber nicht notwendig. Wenn er auf die Bezeichnung natürliches Mineralwasser achte, könne der Kunde im Grunde nichts falsch machen. "Möchte der Verbraucher zudem die Umwelt schonen, sollte er zu einem Wasser aus seiner Region greifen, um die Transportwege kurz zu halten", gibt Zerbe einen weiteren wichtigen Tipp.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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