Blaufußtölpel ( NaturFreunde Groß-Gerau ) auf Schneeschuhwanderwoche

In der Zeit vom 16. bis 23.02.2013 waren 7 Groß-Gerauer NaturFreunde zu einer Schneeschuhwanderwoche in Bodenmais ( 690 Meter über Meereshöhe ) im bayrischen Wald.
Horst Hartmann organisierte die Bahnan- und –abreise sowie die Unterkunft im Hotel Anke und die täglichen Wanderungen.
Nach über 5 Stunden Bahnfahrt mit 4 x Umsteigen erreichten wir ökologisch einwandfrei und pünktlich um 15:22 Uhr Bodenmais im bayrischen Wald. Herr Lentzen holte uns vom Bahnhof ab und brachte uns mit samt unserem Gepäck zu unserem Hotel Anke. Dieses liegt in der Berggasse, der wohl steilsten Straße Bodenmaises.
Nach Bezug der Zimmer bzw. Ferienwohnungen fand das erste gemeinsame Abendessen statt und es wurde festgestellt, das sowohl die vereinseigenen, blauen Schneeschuhe als auch alle privat verschickten Koffer termingerecht eingetroffen waren.
Am nächsten Tag wurden nach dem Frühstück die Schneeschuhe verteilt und auf die persönlichen Schuhgrößen eingestellt. Danach gingen wir nach nur kurzem Anlauf direkt über unverspurte Waldwege bei ca. 50 cm Schneehöhe über Schönebene zum Silberberg, dem Hausberg Bodenmaises.
Dort kehrten wir mit herrlicher Sicht auf Bodenmais kurz ein. Danach gingen wir weiter durch verschneiten Winterwald zur Nachmittagseinkehr zum Jägerstüble. Nach verdienter Rast ging es dann in Ortsnähe zurück in unser Hotel. An unserem ersten Eingewöhnungstag waren wir ca. 4,5 Stunden mit den Schneeschuhen unterwegs.
Nachdem wir ja am Sonntag sehr gute Bedingungen für die Schneeschuhwanderung vorgefunden hatten, haben wir uns dann gleich am Montag die Chamer Hütte am kleinen Arber als Ziel vorgenommen. Hier starteten wir bei leichtem Schneefall und marschierten über den Risslochwasserfall auf schmaler Wegspur zur Chamer Hütte. Ein Verlassen der Wege im Bereich des kleine Arber bzw. der Chamer Hütte ist wegen der letzten frei lebenden Auerhahnbestände Europas verboten und wurde von uns natürlich berücksichtigt. An der Chamer Hütte angelangt durften wir erst nach Wechsel von Wanderschuhen auf Filzpantoffel in die Gaststube eintreten. Nach einer ordentlichen Stärkung wanderten wir über die Schweicklhänge zurück nach Bodenmais, dass wir nach 5 Stunden intensivem Wanderns wieder erreichten.
Tags darauf waren wir auf der Südseite von Bodenmais unterwegs. Hierzu mussten wir mehr oder weniger durch ganz Bodenmais queren ehe wir den Ausgangspunkt in der nähe der Riedlerin erreichten. Von nun an ging es nur noch über unberührte Waldwege zum Harlachberger Moor und weiter zur Einkehr in Kothinghammer. Danach gingen wir über freies, offenes Gelande nach Moos und weiter an den JOSKA-Kristallwelten vorbei zurück zu unsererem Hotel. Der Aufstieg durch die Berggasse war nach ca. 13 km und 4,75 Stunden eine zusätzliche Herausforderung für alle Teilnehmer.
Der Große Arber ( 1.456 m ) stand natürlich auch als Wanderziel auf unserem Programm. Nachdem der Schneefall am Mittwochmorgen nach kurzer Zeit nachließ, war klar, dass wir dies versuchen wollten. Über einen alternativen Weg, der einiges an Spurensuche voraussetzte, sind wir über die Risslochfälle zur Bodenmaiser Mulde unterhalb des Arbergipfels gelangt. Ab hier wurde es dann ungemütlich, steil und beschwerlich. Jeder hatte dann mehr oder weniger mühsam den Gipfel erklommen. Da dort wie fast üblich ein eisiger Wind pfiff, sind wir rasch einige Meter zur Einkehr abgestiegen. Nach der notwendigen Stärkung sind wir in Pistennähe wieder abgestiegen und sobald flacheres Gelände es zuließ wieder auf Waldwegen nach Brennes gewandert. Von hier ging es mit dem Skibus zurück nach Bodenmais. Dort angekommen hatten wir ohne Busfahrt in ca. 4,75 Stunden rund 11 km zurückgelegt und mehr als
3.000 kcal verbrannt.
Donnerstags sollte es wieder etwas ruhiger angegangen werden. Wir wanderten über einen weiteren Forstweg zur Schönebene und von dort einen bis dato im Schnee unbegangenen Rundwanderweg um den Siberberg. Hier leistete Hündin Stella allen voran exzellente Spurarbeit. Dem entsprechend gönnte sie sich ein Mittagsschläfchen in der Gaststube des Selbstbedienungsrestaurants. Anschließend ging es durch einen Tourenhang für Skifahrer und Boarder zurück nach Bodenmais. Bevor es einmal mehr die steile Berggasse nach Hause ging, nahmen die meisten noch die Gelegenheit für eine Tasse Kaffe und ein Stück Kuchen im Bodenmaiser Zentrum wahr.
Am Freitag haben wir noch eine schöne Abschlusswanderung über Klause und Oberlohwies zum Hochfall gemacht. Vom Hochfall ging es wie so oft durch unberührte Schneelandschaft mit intensiver Wegesuche zur Mittagseinkehr nach Riedlberg. Von dort wanderten wir an Mais vorbei zurück nach Bodenmais. An unserem letzten, auch wieder sehr schönen Wandertag haben wir nochmals ca. 13 km zurückgelegt.
Nach einem letzten gemütlichen Abend waren sich alle einig, dass die Wanderungen und Wetterbedingungen kaum besser hätten sein können. Bis auf wenige Ausnahmen zu Beginn oder Ende einer Wanderung in unmittelbarer Bodenmaiser Ortsnähe waren die blauen Schneeschuhe unverzichtbar.
Am Samstag hieß es wieder Koffer packen, Koffer- und Schneeschuhversand organisieren und noch einmal das reichhaltige Frühstück genießen. Anschließend ging es um 10:33 Uhr ab Bodenmais mit Umsteigen in Zwiesel, Plattling und Frankfurt wieder zurück nach Groß-Gerau. Hier ein kleines Lob an die stark in Kritik geratene Bahn, denn es geht auch gut bis nahezu perfekt. Und dies bei Bedingungen bei denen man froh ist kein Auto fahren zu müssen.
In Groß-Gerau gesund angekommen waren wir überrascht, dass auch im Rhein-Main-Gebiet noch eine, wenn auch sehr dünne, Schneedecke liegt.

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