Bundesweites Familienbildungsprogramm HIPPY: Abschluss mit Sommerfest beim DRK Darmstadt – Diplome für Vorschulkinder – Freie Plätze nach den Sommerferien

Darmstadt. Mit einem Spielfest verabschiedete das DRK Darmstadt am vergangenen Freitag (12.06.) 74 Darmstädter Familien, die seit einem oder zwei Jahren erfolgreich am Bildungsprogramm HIPPY teilgenommen haben. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die stolzen, zukünftigen Erstklässler ihre HIPPY-Diplome und ein kleines Geschenk auf dem eigens für die Verabschiedung hergerichteten Hof der DRK-Geschäftsstelle in der Mornewegstrasse entgegen. HIPPY ist ein Besuchsprogramm für Eltern mit Vorschulkindern und unterstützt Eltern v.a. mit Migrationshintergrund mit Hausbesuchen, Aktivitätsheften für ihre Vorschulkinder und Gruppentreffen bei der Vorbereitung auf die Grundschule. Bereits seit 2008 bildet es einen Schwerpunkt der hessenweit anerkannten Integrationsarbeit des DRK Darmstadt. Das neue Programmjahr mit einem neuen modularen Aufbau startet nach den Sommerferien – Anmeldungen werden gerne ab sofort im HIPPY-Koordinationsbüro entgegengenommen.

Teilnehmer aus 29 Ländern
In ihrer Ansprache verwies HIPPY-Koordinatorin Buket Dagdelen stolz auf die Tatsache, dass Familien aus insgesamt 29 Ländern am zurückliegenden Programmjahr teilgenommen hätten. Zu diesem „bunten Mosaik der Welt“, so Buket Dagdelen, gehörten neben der Türkei, die zahlenmäßig die größte Gruppe stellte, Staaten wie beispielsweise Eritrea, Lettland, Polen und Taiwan. Weiterhin lobte die DRK-Mitarbeiterin die hervorragende Leistung der Eltern: „Sie haben es geschafft und alles gegeben, um ihrem Kind einen guten Start für die Schule zu ermöglichen.“ Lea Bleines, zweite Koordinatorin, hob vor den zahlreichen Gästen den freundschaftlichen Umgang der Eltern untereinander während der Gruppentreffen hervor. Sehr hilfsbereit hätten sich die Mütter, egal welcher Herkunft, mit ihren Sorgen und Problemen gegenseitig ernst genommen. Weiterhin bedankte sich die DRK-Fachkraft bei den sieben HIPPY-Hausbesucherinnen, die bis zu zwölf Familien im gesamten Stadtgebiet betreuten, und „ohne die unsere wertvolle Arbeit gar nicht gelingen würde.“ Gleichermaßen galt ihr Dank den sechs ehrenamtlich tätigen Kinderbetreuern bzw. -betreuerinnen, die das HIPPY-Büro in der hauseigenen Servicestelle Ehrenamt gewinnen konnte.

Gute Resonanz bei den Müttern
Anschaulich beschrieben mehrere Mütter der Festgemeinde die durchweg positiven Erfahrungen, die sie persönlich, ihre Kinder und weitere Familienmitglieder mit HIPPY im nun abgeschlossenen Turnus gemacht haben. Eine türkische Mutter sagte, ihr eigener, durch Sprachbarrieren erschwerter schulischer Werdegang habe sie dazu bewogen, ihr Kind für HIPPY anzumelden. Im Laufe der Zeit sei ihre Tochter immer selbstbewusster geworden – auch im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern. Darum könne sie HIPPY sehr weiterempfehlen – die zweite Tochter solle das Programm ebenfalls besuchen. Eine andere Mutter mit Wurzeln in Taiwan beschrieb, dass sie die Themen der Gruppentreffen noch im Nachgang mit ihrem deutschen Ehemann diskutiert habe. Gemeinsam habe man überlegt, was man in der Erziehung noch besser machen könne. Beide Söhne, von denen der eine altersbedingt gar nicht mehr an HIPPY teilnahm, hätten sich stets auf die neuen Lernmodule gefreut und daraus gemeinsam neue, eigenständige Rollenspiele entwickelt.

Sprachkompetenz fördert Integration
Dr. Gregor Wehner, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Darmstadt-Stadt, gratulierte den Familien zu ihrer erfolgreichen Teilnahme und verwies auf den großen Stellenwert, den das HIPPY-Integrationsprogramm beim DRK als einem der großen sozialen Dienstleister in Deutschland einnehme. „Bildung und Sprach-kompetenz sind wichtig für Integration und Erfolg im Beruf“, stellte der DRK-Vorsitzende fest. Weiterhin bedanke er sich bei den Spendern und Förderern des HIPPY-Programms: der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Craton Stiftung und dem Lions-Club.

Neues Programmjahr startet nach der Sommerpause
Ab sofort nimmt das HIPPY-Koordinationsbüro gerne Anmeldungen für das neue Programm an, das nach den Sommerferien beginnt. Es stehen noch 40 Plätze für Familien aus Darmstadt zur Verfügung. Interessierte können sich auch gerne telefonisch oder in einem unverbindlichen Gespräch über die flexiblen Möglichkeiten des HIPPY-Programms informieren.

Allgemeine Informationen zu HIPPY:
Unterstützung von Eltern mit Vorschulkindern
Seit bereits über 13 Jahren bietet das Deutsche Rote Kreuz in Darmstadt HIPPY, oder auch frei übersetzt „Hausbesucherprogramm für Eltern mit Vorschulkindern“, erfolgreich an. HIPPY ist ein familienbildendes Frühförderprogramm zur Stärkung, Bildung und Unterstützung von Eltern mit Vorschulkindern. Es unterstützt Eltern – vorrangig, aber nicht ausschließlich Menschen mit Migrationshintergrund – dabei, die motorische, kog-nitive und sprachliche Entwicklung ihrer 4- bis 6-jährigen Kinder zu Hause zu fördern.

Hausbesuche und Gruppentreffen
Auf diesem Weg begleitet das „HIPPY“-Team, welches aus zwei Fachkräften als Koordinatorinnen und sieben Hausbesucherinnen (mit Sprachen Türkisch, Russisch, Spa-nisch und Arabisch) besteht, Familien. Die Hausbesucherinnen kommen alle zwei Wochen zu den Familien und besprechen zusammen mit den Eltern die Aufgaben, die diese im Laufe der kommenden Woche mit ihren Kindern täglich ca. 15 Minuten selbstständig bearbeiten, z.B. Gedächtnis oder Wahrnehmungsspiele. Ebenfalls finden alle zwei Wochen mit einer der Koordinatorinnen Gruppentreffen zu bildungsrelevanten Themen statt.

Standorte
Das Programm ist für zwei Programmjahre angelegt. Es besteht jedoch die Möglichkeit quer einzusteigen. Die Gruppentreffen finden in Eberstadt-Süd, Darmstadt-Stadt, Arheilgen, Kranichstein und im Akazienweg statt. Anmeldungen jederzeit möglich. Weitere Informationen unter www.drk-darmstadt.de (DRK Darmstadt)

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