Martinsmarkt Dieburg

Draußen ist es ungemütlich kalt, es regnet viel zu oft, es wird morgens später hell und abends früher dunkel - also ein typischer Novemberanfang. Auch wenn man dieser düsteren Jahreszeit eher wenig Gutes abgewinnen kann, so freuen sich die Dieburger und auch andere Leute aus der Region stets auf’s Neue auf den jährlich stattfindenden Martinsmarkt. Doch wo, wann und wie nahm diese Tradition überhaupt ihren Anfang? Das „wann“ wird einige Leser vielleicht verwundern, denn zum ersten Mal gab es diese Form des Marktes bereits zu Zeiten des Mittelalters: Im September 1325 – nur hieß er damals noch „Michaelimarkt“, als König Ludwig dem Erzbischof von Mainz das Marktrecht erteilte. Nachdem diese Tradition für mehrere Jahrhunderte ausgestorben war, wurde der Markt vom Gewerbeverein der Stadt Dieburg erst wieder 1986 ins Leben gerufen.
In diesem Jahr findet der Dieburger Martinsmarkt also schon zum 27. Mal statt und das Marktprogramm ist immer noch genauso vielfältig wie zuvor: Hoch oben über den Dächern der Stadt kann man im Riesenrad den Blick über die Umgebung schweifen lassen, anschließend – nachdem man wieder festen Boden unter den Füßen hat – kann man auf dem Rathausplatz hautnah miterleben wie bekannte Motive auf traditionelle Weise auf Kupfer-, Silber- und Gold-Münzen geprägt werden.
Der Stand mit den lebenden Gänsen sorgt besonders bei den kleinen Besuchern für Begeisterung. Außerdem können am Samstag und Sonntag Kinder in einem Wettbewerb ihre Ballons in die Lüfte steigen lassen.
Auch der "Historische Markt" in der Nähe des Fechenbach´schen Parks ist immer wieder ein Publikumsmagnet. Hier unterhalten die Luxemburger Ritterschaft, Minnesänger, Narren und Gaukler die Zuschauer und eine Feuershow heizt Ihnen zusätzlich ein. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Essen wird nach alter Rezeptur zubereitet und die beiden Partnerstädte Dieburgs - Aubergenville und Mlada – bieten ihre einheimischen Spezialitäten an, zum Beispiel Calvados oder Becherovka.
Nicht zuletzt geben die vielen verschiedenen Verkaufsbuden aus Holz von insgesamt etwa 130 Ausstellern dem Martinsmarkt sein ganz eigenes Erscheinungsbild und verleihen ihm einen besonderen Reiz.
Feierlich eröffnet wird der Martinsmarkt am Freitag, den 2. November um 15 Uhr vor dem Rathaus. Anschließend folgt ein Rundgang über den Markt und zu den Ständen der Partnerstädte.
Am Freitag (2.11.) hat der Markt von 15 bis 21 Uhr geöffnet, am Samstag (3.11.) von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag (4.11.) von 11 bis 20 Uhr. Ab 20 Uhr kann man dann beim Konzert in der Stadtkirche St. Peter und Paul den Klängen der Chöre "Poco Loco" und "Audite Nova" aus Frankfurt lauschen. Und die verlängerten Öffnungszeiten der Dieburger Innenstadt laden zum extra ausgiebigen Einkaufsbummel ein: Am Freitag und Samstag sind die Geschäfte jeweils bis 20 Uhr geöffnet und am verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr.
Gebührenfreies Parken ist von Freitag bis Sonntag auf den Parkplätzen "In der Altstadt" und "Auf der Leer" möglich.
Seien Sie dabei und lassen Sie sich von dem ganz besonderen Flair und Ambiente des Martinsmarktes verzaubern.

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