MTV Europe Music Awards

Am Sonntagabend war es dann so weit – Bereits zum zweiten Mal nach 2001 durften die MTV Music Awards in Frankfurt stattfinden. Nicht nur die Stars und Sternchen aus aller Welt, sondern auch die deutsche Zuschauerprominenz, wie die Fußballspieler Michael Ballack, Marco Reuss, Mats Hummels und die deutschen Pop-Stars The BossHoss, Lena und Tim Bendzko, der schon als „Best German Act“ festgelegen war, durften den roten Teppich überqueren.

Um 20 Uhr begann die „Red Carpet Show“ und um 21 Uhr die Gala zur Verleihung der MTV EMAs 2012. Die glamouröse Show wurde in mehr als 700 Millionen Haushalten in 160 Ländern weltweit übertragen. Live dabei sein durften 8.000 musikbegeisterte Fans.

Am gestrigen Abend setzten sich besonders frische Talente und Newcomer durch. Deutsche Stars, wie Tim Bendzko, der die Auszeichnung für den „Best German Act“ verliehen bekommen bekam, blieben leider einen Bühnengang aus. Dafür durften dann gleich drei tolle Auftritte hintereinander von den Musikneulingen Rita Ora mit ihrem Hit „R.I.P.“, Fun mit „We Are Young“ und anschließend der Song des Jahres von Carly Rae Jepsen mit ihrem Überfliegersong „Call Me Maybe“ bewundert werden. Der Quereinsteiger Psy, mit seinem Internethype „Gangnam Style“ brachte Frankfurts Festhalle zum beben und mittanzen. - Selbst Moderatorin und Deutschlands Supermodel Heidi Klum bewältigte weniger sauber die lustige Choreografie „Reitertanz“. Psy’s Musikvideo wurde ausgezeichnet für das beste Video unter der Musikbranche. Live traten auch die Künstler Alicia Keys, Taylor Swift, Muse, No Doubt, Pitbull und The Killers auf. Europäische Künstler suchte man hier vergebens. Unter all diesen jungen Talenten wurde auch Whitney Housten nicht vergessen – Nicht als junges Talent, sondern für ihren großen Einfluss auf die Welt der Popmusik und ihre Stimme bekam sie den MTV-Preis „Global Icon“ verliehen. Whitney verstarb im Alter von 48 Jahren.

Besondere Zuwendung bekam Country-Sängerin Taylor Swift als Hauptgewinnerin der MTV EMAs. Dafür, dass sie bei den Country Music Awards in den USA Beginn des Monats leer ausgingen musste, sahnte sie am Sonntagabend richtig ab und gewann fast in allen Kategorien in denen sie auch nominiert war. – „Beste Sängerin“, „bester Liveauftritt“, „bester Look“. Die Leistungen von Lady Gaga und Rihanna waren unerwartet. Die beiden Sängerinnen waren weder anwesend, noch konnten sie beim Voting überzeugen. Rihanna wurde in sechs Kategorien nominiert, ging dann leider am Ende doch leer aus.
Viele Teenies erhofften sich Justin Bieber einmal live zu sehen, doch machte sich die junge Berühmtheit nicht auf den Weg nach Deutschland, er schickte nur eine Videobotschaft mit einem Dankeschöngruß an die europäischen Fans und der Moderatorin Heidi Klum. War vielleicht doch nicht so unklug von ihm, nicht zu erscheinen, denn nachdem in der Frankfurter Festhalle sein Name und seinem dazugehörigen Award „Best Male“ ausgerufen wurde, wurde er fies ausgebuht vom Publikum. Wenigstens bekam er noch zwei weitere Awards – „bester Pop Act“ und „Best World Stage“.

Man könnte meinen, dass an diesem Abend die Preise eher Nebensache waren. Feuerschlucker, die brennende Kugeln drehten, Akrobaten, die sich von der Decke seilten, schwebende Sängerinnen in Käfigen, Riesenräder und Glitzerregen zu einer Flammenwand waren an der 19. Preisverleihung nicht genug, nein, denn Moderatorin Heidi schwebte meterhoch in einem Reifen, klatsche Männern auf ihren nackten Hintern, jodelte, um zu erinnern, dass die Show in Deutschland ist und wechselte am Abend sieben Mal ihre Kleider und erhielt somit den inoffiziellen Preis in der Kategorie "Meiste Kleider". Sonst konnte Heidi leider nichts gewinnen, auch nicht die Ohren des Publikums mit ihrer weniger akustisch beeindruckenden Stimme.

Die Preisträger im Überblick:
• Best female: Taylor Swift
• Best song: Carly Rae Jepsen – “Call Me Maybe”
• Best male: Justin Bieber
• Best live: Taylor Swift
• Best look: Taylor Swift
• Best rock: Linkin Park
• Worldwide Act: Han Geng (China)
• Best video: Psy – „Gangnam Style“
• Best Hip Hop: Nicki Minaj
• Best Electro: David Guetta
• Best World Stage: Justin Bieber
• Global Icon Award: Whitney Houston
• Best Alternative: Lana del Rey
• Best push: Carly Rae Jepsen
• Best newcomer: One Direction
• Biggest fans: One Direction
• Best German Act: Tim Bendzko

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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