Polizei und Staatsanwaltschaft legen Einbrecherbande das Handwerk

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und die Polizei haben einer Bande von sechs Männern im Alter zwischen 29 und 37 Jahren das Handwerk gelegt. Über 140 Straftaten quer durch das Strafgesetzbuch gehen auf das Konto der Tatverdächtigen. Mit den in wechselnder Besetzung begangenen Einbrüchen in Wohnungen, Firmen, Kioske und Baustellen bestritt die Bande den Großteil ihres Lebensunterhaltes und ihres Drogenkonsums. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres zog sich ihre Spur durch die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Offenbach. Der dabei entstandene wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf etwa 150 000 Euro.

Unter der Federführung des Kommissariats 21/22 bei der Polizei in Rüsselsheim hatte sich im Februar eine Arbeitsgruppe mit erfahrenen Ermittlern verschiedener Dienststellen des Polizeipräsidiums Südhessen eigens mit der Aufklärung dieser Einbruchsserie befasst. Bereits im Dezember 2010 ergaben sich erste Hinweise auf die diebische Gruppierung um einen 29 Jahre alten Hauptverdächtigen ohne festen Wohnsitz. Nach einem versuchten Einbruch in einen Kiosk in Darmstadt-Arheilgen wurden der Neunundzwanzigjährige und sein 37 Jahre alter Komplize von der Polizei vorübergehend festgenommen. Bei den anschließenden Ermittlungen kamen die Fahnder dem Sextett immer näher. Durch Hinweise von Zeugen sowie akribischer Spurenauswertungen weiterer Taten, zog sich das Netz um die Bande weiter zu.

In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt gelang der Polizei dann am Montag (9.5.) der entscheidende Schlag: Bei fast gleichzeitigen Durchsuchungen der Wohnungen der Tatverdächtigen in Rüsselsheim, Büttelborn, Riedstadt, Weiterstadt, Griesheim und Dreieich nahmen die Fahnder vier Bandenmitglieder fest. Ein Fünfter saß bereits wegen anderer Delikte in Haft. Der Sechste im Bunde hatte sich nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft und Polizei ins Ausland abgesetzt. Nach ihm wird weiterhin gefahndet.

Die Polizeibeamten stießen bei ihren Durchsuchungen auf über 300 Gegenstände, die aus den Straftaten stammen dürften. Darunter auch Waffen und selbstgebaute Sprengkörper, die von den Ermittlern als sogenannte Zufallsfunde eingestuft werden. Um ihre Beute wegzuschaffen, hatte die Gruppe vor ihren Taten Autos gestohlen und mit gleichfalls entwendeten Kennzeichen versehen. Das Benzin für ihre Fahrten besorgten sie sich ohne zu bezahlen an Tankstellen. Nachdem die Fahrzeuge ihren Zweck erfüllt hatten, ließen die Tatverdächtigen sie einfach zurück.

Im Zuge der Ermittlungen rückte zudem ein 36 Jahre alter Mann aus Griesheim ins Visier der Fahnder. In seiner Wohnung stellte die Kripo ein Kilogramm Amphetamin, 2500 Euro Bargeld sowie weitere gestohlene Gegenstände sicher. Offenbar hatten die Mitglieder der Bande mit Teilen ihrer Beute die Drogen bezahlt.

Der 29-jährige mutmaßliche Hauptverdächtige und der 36 Jahre alte Dealer wurden am Dienstag (10.5.) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt dem Haftrichter vorgeführt. Wegen Bandendiebstahls, Betrug und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz schickte der Richter die beiden Männer in Untersuchungshaft. Gegen den Drogenhändler ermittelt nun in einem gesonderten Verfahren die Kripo in Darmstadt.

Die festgenommenen 28, 29 und 36 Jahre alten anderen Tatverdächtigen kamen wieder auf freien Fuß. Sie haben gegenüber der Polizei ihre Beteiligung an den Straftaten eingeräumt.

Die Ermittlungen der Arbeitsgruppe dauern weiter an.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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