Between The Times mit „Octagon“ in Bickenbach

Einen faszinierenden Spannungsbogen zwischen mittelalterlicher Musik der Stauferzeit des 12./13. Jahrhunderts und dem Jazz des 20./21. Jahrhunderts schlagen die Musiker des Projektes „Between the Times“ am Sonntag, dem 5. August um 17 Uhr in der evangelischen Kirche Bickenbach. Das Ensemble um den Heidelberger Lautenisten Johannes Vogt, der zusammen mit Katrin Armani (Gesang) und Knut Rössler (Saxophon) Stil- und Epochengrenzen überschreitet, gastiert auf Einladung der Kammerkonzerte im Jagdschloss Bickenbach e.V..
Die aktuelle CD (erschienen bei ACT) und das gegenwärtige Programm von „Between The Times“ tragen den Titel „Octagon“ und sind somit eng mit der Epoche der Staufer verbunden. Der Titel „Octagon“ bezieht sich allgemein auf die bevorzugte Grundrissform der Stauferzeit, die sich besonders eindrucksvoll in dem ´Castel del Monte´ in Apulien zeigt. Diese „Steinerne Krone Apuliens“ - eine Gründung des Hohenstaufer-Kaisers Friedrich II. - war nun auch der Aufnahmeort für die jüngste CD der Gruppe, von dem sich „Between The Times“ inspirieren ließ. Obwohl die Musiker auf Melodien oder Fragmente aus dem 12. und 13. Jahrhundert zurückgriffen, sind diese Melodien in neue Zusammenhänge eingebunden und so die Musik in unserer Zeit angesiedelt.

Geschichtsträchtige, mit vielen Vorstellungen verbundene Orte bilden von Anbeginn der mittlerweile 11-jährigen Zusammenarbeit die Inspirationsquelle für die Musikstücke von „Between The Times“, in denen sich Alte Musik und Jazz begegnen. Der Heidelberger Jazz-Saxophonist Knut Rössler und der Heidelberger Lautenist Johannes Vogt bedienen sich hierbei historischer Kompositionen, die sie intelligent und respektvoll umformulieren. Sie bewegen sich mit ihrer Musik zwischen den Zeiten – manchmal steht das Jazzige im Vordergrund, manchmal die Alte Musik.
Wunderbar ergänzt wird der Klang der beiden Instrumentalisten durch den Gesang von Katrin Armani, deren höchst wandlungsfähige Stimme die alten Melodien mit großer Klarheit und Hingabe trägt, die aber auch gleichzeitig als Absolventin der Jazzabteilung der Musikhochschule Mannheim den Improvisationsanteil von „Between The Times“ fantasievoll bereichert.

Der Begriff Crossover drängt sich zwar auf, doch erscheint er den Musikern zu oberflächlich. Ihr Ansinnen ist, „die Musik auf neue, aber respektvolle Art zum Glänzen zu bringen“. Und dies gelingt ihnen perfekt: „Octagon“ ist unter den ersten 20 Neuerscheinungen der Jazz-Charts vertreten und die Musikkritiker überschlagen sich mit Superlativen. Der Kulturspiegel ließ sich zu folgender Hymne hinreißen: "Unglaublich beeindruckend! Aus alter Musik und Jazz etwas Neues zu schaffen – das könnte Europas Beitrag zur Weiterentwicklung des Jazz sein."
Die ebenfalls bei ACT erschienene Vorgänger - CD (mit Miroslav Vitous) der Gruppe, bei der als Ausgangsmaterial französische Lautenmusik des 17. Jahrhunderts gewählt wurde, war von einem englischen Musikmagazin zur CD des Jahres erklärt worden.
Eintritt: 15 Euro ermäßigt 10 Euro, Familien 20 Euro, Einlass ist 16.30 Uhr

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