Fahrt nach Lich in die Wetterau

Am vergangenen Mittwoch fuhren die Senioren des Odenwaldklubs Griesheim bei strahlendem Sonnenschein mit einem vollbesetzten Bus nach „Marca leoche in wetdereiba“. Das wunderschöne Fachwerkstädtchen Lich hat in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum, wird es doch 790 erstmals im Lorscher Codex urkundlich erwähnt und feierte am vergangenen Wochenende mit einem Historienspektakel diese urkundliche Erwähnung, die 1225 Jahre her ist. Der lateinische Titel „Marca Leoche in Wetdereiba anno 790 heißt in unserer Sprache heute Mark Lich in der Wetterau im Jahre 790 und ist den Urkunden des Lorscher Codex entnommen.
Wie die Griesheimer bei einem kleinen Stadtrundgang erfahren konnten, war Lich aber schon länger besiedelt, denn man fand Spuren der Neandertaler dort, wo heute das Waldschwimmbad ist, ebenso wie Funde aus der Jungsteinzeit. Idyllisch an einer Furt des Flüsschens Wetter, das der Wetterau zwischen Taunus und Vogelsberg seinen Namen gibt, gelegen, hat Lich eine weitere Besonderheit aufzuweisen. Die Kernstadt sowie die nördlichen und östlichen Stadtteile gehören zum Naturraum Vorderer Vogelsberg, die südlichen und westlichen Stadtteile gehören hingegen zur Wetterau.
Im 9. Jahrhundert zog sich das Kloster Lorsch aus der Wetterau zurück, und das Bistum Mainz trat an seine Stelle, aber auch das Kloster Fulda erhielt Güter in Lich. Im 12. Jahrhundert gründete Kuno I. von Münzenberg das von den Zisterziensern verwaltete Kloster Arnsburg. Im Jahr 1300 erhielt Lich als besondere Gunst die Stadtrechte verliehen. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, fiel es an die Grafen von Solms. Den Dreißigjährigen Krieg überstand Lich ebenso wie den Zweiten Weltkrieg ohne große Schäden.
Als vor einigen Jahren das Fachwerk der verputzten Häuser freigelegt wurden, staunte man nicht schlecht über die gut erhaltenen Fachwerkfassaden, die dort gefunden wurden.
Die Senioren durchstreiften die kleine Innenstadt, konnten das Schloss der Fürsten zu Solms-Hohensolms, den angrenzenden Schlosspark oder das Textorhaus besuchen.
Bei der Schlussrast in der Innenstadt von Lich konnten die Griesheimer das gute Licher Bier der Brauerei Ihrig-Melchior genießen, sowie deftige Wetterauer Spezialitäten.
Auf der Heimfahrt dankte Renate Stößel der Wanderführung für diesen schönen interessanten Nachmittag. Die nächste Fahrt im Juni führt die Senioren nach Lorsch. Die Griesheimer können die neu gestaltete Klosteranlage, die neue Fußgängerzone sowie das nur mit einer Besichtigung zu sehende Lauresham besuchen, durch die Fußgängerzone bummeln, Café trinken, den neu angelegten Kräutergarten besuchen etc. Zur Schlussrast treffen sich die Griesheimer dann im Back- und Brauhaus Drayß in der Innenstadt von Lorsch. Gäste sind herzlich willkommen.

Nächste Termine

Die nächsten Termine sind: 20. Mai Stammtisch bei SC Viktoria ab 18 Uhr; 31. Mai Auf dem Strombergweg vom Oberwaldhaus nach Wembach (Anmeldung bei Fam. Hirsch, Tel. 3306); 7. Juni Auf dem Strombergweg von Wembach nach Lindenfels (Anmeldung bei Fam. Hirsch, Tel. 3306) und am 10. Juni Ausflug zum Weltkulturerbe Lorsch (Anmeldung bei Fam. Schupp, Tel. 52 71). rs

Autor:

Rosel Schupp aus Griesheim

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