Mehrsprachigkeit

Da ich vor kurzem selbst Vater geworden bin, habe ich mir natürlich auch Gedanken darum gemacht, welche Sprache ich mit meinem Sohn am besten sprechen soll. Türkisch ist meine Muttersprache. Aber mein Sohn ist hier geboren und wird auch hier aufwachsen, also wird er die deutsche Sprache hauptsächlich gebrauchen. Und wäre es von Vorteil, wenn wir bereits jetzt in seiner Gegenwart etwas Englisch mit ihm sprechen, damit er sich damit schon einmal vertraut machen kann?
Tatsächlich sprechen sich verschiedene Forscher dafür aus, ein Kind mit mehreren Sprachen aufzuziehen. Das Kind nehme, alle Sprachen, die in seiner Gegenwart gesprochen werden, als seine Muttersprache wahr. Und wenn das Kind zwischen den verschiedenen Sprachen, die er gelernt hat hin- und her wechseln kann, soll dadurch sogar sein Denken flexibler werden. Zudem sollen Kinder, die mit mehreren Sprachen aufgewachsen sind, neuere Sprachen auch leichter lernen. Das sind also alles tolle Argumente für mich mein Kind bilingual zu erziehen.
Dagegen habe ich selbst leider immer noch das Nachsehen, dass ich erst die Muttersprache meiner Familie lernte und dann erst die Umsiedlung nach Deutschland stattfand. Demnach habe ich das Problem der Halbsprachigkeit. Ich kann beide Sprachen gut in Wort und Schrift – aber perfekt bin ich in keinem. Und das setzt dem Perfektionisten in mir ganz schön zu.

- erschienen am 29.05.2012 -

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