Rezensiert: Matze Knop "Ein Traum"

Die Leute, die eine Fahne am Auto hätten, die würden auch so aussehen, spottete Harald bereits 2006 in seiner Late Night-Show. 2012 gab es Rückspiegelüberzüge und anderen Krimskrams für ein paar Tage des Daseins als Spaßpatriot.

Doch es geht schlechter: ein Schweißband in den Nationalfarben am Arm von Waldemar, dazu eine Sendung, deren Gästeliste von Bundesliga (Harald Schmidt) ins andere Extrem fällt mit Fußballtrainer Ede Geyer, auch bekannt als Stasispitzel „IM Jahn“ – und es wundert nicht, dass sich der in Leipzig beheimatete Mitteldeutsche Rundfunk über Waldis EM Club freut. Im Studiopublikum saßen jeden Abend Besoffene, die zum Live-Grölen aus dem braunkohlegeschädigten Umland in die sächsische Großstadt reisten.

Jetzt kam das Aus für den Trashklub, doch es geht noch schlechter: Matze Knop schiebt die CD „Ein Traum“ nach. Im Titeltrack heißt es „feat. Waldi Hartmann“, auch bei „Die Besten in Europa“, die die Deutschen eben nicht sind. Es folgt „Pokal again“ – richtig, Howies „Hello again“ diente als Vorlage – die Hermes House Band lässt grüßen. Vermutlich geht es so weiter, bis die CD mit Track 15 („Pokal again“ Club Version) ausklingt. Ich bin ausgestiegen nach drei Titeln.

Diese Platte ist selbst für schlichte Gemüter eine Beleidigung deren Intellekts. Soviel Sangria kann niemand saufen, um sich diese Fortsetzung der Diktatur des Proletariats mit den Mitteln der Kultur schön zu saufen. Schlechter geht es wohl nicht.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen