Begeisternder Jugendhandball

Der Jugendhandball stand in Bensheim am vergangenen Sonntag wieder im Mittelpunkt, als das dem Schulsportzentrum des AKG angeschlossene Handball-Leistungszentrums Bergstraße – kurz HLZ - das alljährliche E-Kaderturnier ausrichtete. In der Halle Geschwister-Scholl Schule und der Weststadthalle spielten die männlichen und weiblichen E-Kader-Stützpunkte aus ganz Hessen zum einen um den prestigeträchtigen Turniersieg und zum anderen ging es darum, sich den Sichtern für die Landesauswahl zu präsentieren. Und eines vorweg: Auch diesmal haben einige Namen der Jugendlichen der Jahrgänge 1998/99 den Weg in die Notizbücher der Auswahltrainer gefunden. „Dieses Turnier nimmt von Jahr zu Jahr an Qualität zu“, bilanzierte der Präsident des Hessischen Handball-Verbands (HHV) Rolf Mai, der es sich in guter Tradition nicht nehmen ließ, die Siegerehrung in Bensheim persönlich vorzunehmen. Aber Mai gab auch zu, dass er sich von der Kooperation Schule-Verein-Verband für die Zukunft noch mehr verspricht: „Wir sind auf einem guten Weg, haben aber noch viel Potenzial, das es abzurufen gilt. Die Verzahnung muss noch deutlich enger werden.“ Die E-Kader-Maßnahmen sind Teil der Talentförderung über die Schulen und sollen das Netz für die Talente engmaschig gestalten, dass möglichst keine Handballerinnen und kein Handballer mit Potenzial durch das Raster fällt, und dass die Förderung auf einer breiten Basis erfolgt.
Die Mannschaften des Gastgebers präsentierten sich in diesem Jahr nicht ganz so erfolgreich wie in der Vergangenheit, aber besonders bei den beiden weiblichen E-Kader-Teams des Kreises Bergstraße, die von Claudia Richter und Thomas Weber gecoacht wurden, waren sehr gute spielerische Ansätze zu erkennen, allerdings fehlte hier und da die nötige Konsequenz. Im männlichen Bereich agierte der gastgebende E-Kader anfangs glücklos, verlor seine beiden ersten Partien nach einer Zwei-Tore-Führung noch jeweils mit 8:9, ehe im letzten Gruppenspiel gegen die Auswahl Offenbach/Hanau I die Luft bei der Mannschaft von Trainer Sergej Rybakov doch etwas draußen war und es eine bittere 9:14-Niederlage setzte. Damit war Rang sieben besiegelt, während sich die Spielerinnen des HLZ im Endklassement auf Rang drei und sechs wiederfanden. Den Turniersieg bei den weiblichen E-Kadern feierte die Auswahl Frankfurts, die sich in einem packenden Endspiel gegen Kassel I mit 9:7 durchsetzte. Bei den Jungs gewann Odenwald II mit 16:11 gegen Kassel I.
„Das war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung“, lobte HHV-Präsident Mai die Veranstalter des HLZ Bergstraße um Lehrertrainerin Claudia Richter und Marcus Essinger. Letzterer gab das Lob weiter: „Heute war es für uns eine sehr einfache Aufgabe: Die Spielerinnen und Spieler haben sich sportlich auf einem für ihr Alter hohem Niveau und jederzeit überaus fair präsentiert. Es hat Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen“, so Essinger, der dafür Zustimmung von den rund 200 Zuschauen auf der Tribüne der Weststadthalle erntete.

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