DDR-Opfer-Hilfe zu „JUNGE WELT“

Fühlen sich verhöhnt: DDR-Opfer protestieren bei "Junge Welt".
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  • Foto: DDR-Opfer-Hife e.V.
  • hochgeladen von Torsten Fuchs

Die DDR-Opfer-Hilfe e. V. wehrt sich gegen einen Pressebericht der „JUNGE WELT“. Als Geschichtsklitterung mit der Faschismus-Keule hat der DDR-Opfer-Hilfe e.V. einen Pressebericht der „JUNGE WELT“ vom 22. Oktober 2012 kritisiert. Das frühere Zentralorgan der SED-Nachwuchsorganisation FDJ hatte darin der DDR-Opfer-Hilfe die „Verharmlosung der Verbrechen des Faschismus“ vorgeworfen, nachdem der Verband ein gesetzliches Verbot von Symbolen der SED-Diktatur gefordert hatte.

Der „JUNGE WELT“-Artikel wird von der Zeitung auch online verbreitet: http://www.jungewelt.de/2012/10-22/009.php

Hierzu erklärt Roland Schulz, Vize-Vorsitzender der DDR-Opfer-Hilfe e.V.:

„Einige unserer Anhänger wurden in der Nazi-Diktatur politisch verfolgt und in der SED-Diktatur wieder. Der Vorwurf der früheren FDJ-Propaganda-Postille, wir würden den Faschismus verharmlosen, ist deshalb abwegig. Solange die JUNGE WELT ihre Türen öffnet, damit Stasi-Kader dort ihre geschichtsfälschenden Bücher präsentieren können, hat sie das Recht verwirkt, sich zum Anwalt von Diktaturopfern zu stilisieren. Dass Stasi-IM Schölzel dort Chefredakteur werden konnte, spricht für sich.“

Erst kürzlich durfte Stasi-Altkader Herbert Kierstein, der Jahrzehnte als Vernehmer vor allem im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen tätig war, in einer Lesung bei der „JUNGE WELT“ sein neues Buch präsentieren. Darin beklagt er, dass die Stasi kriminalisiert werde. DDR-Opfer hatten vor Ort protestiert.

Hintergrund des „JUNGE WELT“-Artikels ist ein Werbefoto des Fernsehballetts, das vor einer MDR-Gala, die am kommenden Samstag (27. Oktober 2012) gesendet wird, mit DDR-Fahnen und FDJ-Symbolen posierte. Mitglieder des Ensembles waren zuvor bereits in der Kritik wegen eines Auftritts beim tschetschenischen Präsidenten.

Die DDR-Opfer-Hilfe vertritt die Interessen ehemals politisch Verfolgter und deren Angehöriger und bietet ihnen sowie Sympathisanten eine Heimat.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.ddr-opfer-hilfe.de

Fühlen sich verhöhnt: DDR-Opfer protestieren bei "Junge Welt".
Grauenvoller Anblick für viele politische Gefangene in der DDR: "Neu-Schriftsteller" Herbert Kierstein.
Autor:

Torsten Fuchs aus Griesheim

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