Ehemaliges MDR-Ballett verhöhnt mit DDR-Fahnen die Opfer der SED-Diktatur

Kritik am Ballettauftritt mit DDR-Symbolen: Roland Schulz, Vize-Vorsitzender DDR-Opfer-Hilfe e.V.
  • Kritik am Ballettauftritt mit DDR-Symbolen: Roland Schulz, Vize-Vorsitzender DDR-Opfer-Hilfe e.V.
  • Foto: DDR-Opfer-Hilfe
  • hochgeladen von Torsten Fuchs

Als Geschmacklosigkeit erster Güte hat die DDR-OPFER-HILFE einen Auftritt des Deutschen Fernseh-Balletts mit FDJ- und DDR-Fahnen gegeißelt. Die Einrichtung, die lange zum öffentich-rechtlichen MDR gehörte, verharmlose damit die SED-Diktatur auf schmerzliche Weise, so die Einschätzung des SED-Opfererbands.

Roland Schulz, Vize-Vorsitzender der DDR-OPFER-HILFE e.V.:

"Wir fordern von MDR-Intendantin Karola Wille ein klares, distanzierendes Wort. Der Vorgang zeigt, dass Symbole der SED-Diktatur vom Gesetzgeber ebenso verboten werden müssten wie es die der Nazi-Diktatur bereits sind. Wir sind nicht Opfer zweiter Klasse."

Das Ballett wollte Berichten zufolge heute Abend mit einer Show in Berlin sein fünfzigjähriges Bestehen feiern. Dabei würden auch Tänzerinnen auftreten, die mit FDJ- und DDR-Fahnen ausstaffiert sind. Eine Aufzeichnung der Gala werde vom Mitteldeutschen Rundfunk am 27. Oktober ausgestrahlt.

Das Ensemble ist aus dem Fernsehballett des systemtreuen DDR-Fernsehens hervorgegangen und gehörte zum MDR, bis der seinen Anteil nach Negativschlagzeilen wegen eines Auftritts vor dem tschetschenischen Präsidenten verscherbelte.

Die DDR-OPFER-HILFE vertritt die Interessen ehemals politisch Verfolgter und deren Angehöriger und bietet ihnen sowie Sympathisanten eine Heimat.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.ddr-opfer-hilfe.de

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