Ein Streit und 156.000 Anwälte

Unverhofft kommt oft: Nach einem Verkehrsunfall oder bei plötzlichem Streit mit dem Arbeitgeber ist schneller Rat gefragt. Doch welchen Juristen soll man beauftragen? Für viele Verbraucher wird diese Entscheidung zur Qual der Wahl: Rund 156.000 Rechtsanwälte sind mittlerweile in Deutschland zugelassen, das ist Rekord. In kaum einem anderen Land Europas gibt es eine höhere Anwaltsdichte. Um im Fall der Fälle für schnelle Orientierung zu sorgen, bieten die Rechtsschutzversicherer neben der Übernahme der Kosten immer mehr Services rund um die Klärung des Streitfalls.

Damit spart sich der Versicherte viel Zeit und Mühe bei der Suche nach einem passenden Anwalt, sagt Christian Lübke, Sprecher beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. "Die Kunden der Rechtsschutzversicherer benötigen professionelle Hilfestellung, und zwar unmittelbar, wenn sie vor einem rechtlichen Problem stehen." Die Unternehmen setzen dazu auf die ausführliche Rechtsberatung durch den Anwalt vor Ort. Darüber hinaus bieten sie Leistungen an wie die telefonische Rechtsberatung oder die außergerichtliche Streitbeilegung durch Mediation. "Die Versicherten bekommen Lösungswege aufgezeigt. Welchen Weg sie am Ende gehen, entscheiden sie selbst", so der Versicherungsexperte.

Wenn der Kunde noch keinen Anwalt hat, können die Versicherungen auch kompetente Experten benennen, die sich im betroffenen Rechtsgebiet besonders gut auskennen und über entsprechende Erfahrungen verfügen. Der Grundsatz der freien Anwaltswahl in Deutschland bleibt dabei uneingeschränkt gültig, so Lübke. "Den Kunden ist freigestellt, ob sie den vom Versicherer empfohlenen Anwalt beauftragen oder nicht." Grundsätzlich sei eine Absicherung für rechtliche Auseinandersetzungen sehr empfehlenswert, um nicht allein auf hohen Kosten sitzenzubleiben. Allein in 2011 haben die Rechtsschutzversicherer mehr als 2,3 Milliarden Euro unter anderem für Rechtsanwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten geleistet. Unter www.gdv.de gibt es mehr Informationen.

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Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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