Intervention statt Repression

HEAG ermöglicht für Wissenschaftsstadt Darmstadt Schulung von Lehrkräften in Gewaltprävention durch Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement

(Vro). Die Ausübung körperlicher und seelischer Gewalt ist auch an Darmstädter Schulen ein wiederkehrendes Thema und war Anlass für die Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit der HEAG eine Schulung in Gewaltprävention aus der Taufe zu heben. Zusammen mit dem Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement wurde mit Mitteln der HEAG ein drei Tage dauerndes Seminar entwickelt, das sich nicht nur an Lehrkräfte, sondern auch an alle weiteren im schulischen Kontext beschäftigen Personen richtet. Eine erste Schulung in Prävention von schwerer Gewalt und Amokläufen ist erfolgreich zu Ende gegangen: Am Seminar hatten 55 Lehrkräfte von knapp 30 Schulen teilgenommen.

„Schwere und zielgerichtete Gewalt in Schulen ist immer der Endpunkt einer krisenhaften Entwicklung. Von dem Seminar erhoffen wir uns, dass unsere Lehrkräfte und Mitarbeitenden an den Schulen die Warnsignale dieser Entwicklungen rechtzeitig erkennen und angemessen darauf reagieren können, getreu dem Motto „Intervention statt Repression“, hebt Bürgermeister Rafael Reißer hervor.

„Man darf die Augen nicht vor dem Problem der Gewalt an Schulen verschließen, eine Strategie zur Gewaltprävention ist notwendig“, weiß HEAG-Vorstand Dr. Markus Hoschek.

"Die Seminare geben Verhaltenssicherheit beim Hinschauen, sich kümmern, nicht überreagieren, aber auch mögliche Risiken konkret zu erkennen und damit Eskalationen zu verhindern. Alle Schulen, die unser Präventionsprogramm mitgemacht haben, sagen, wir sind entspannter und haben weniger Angst als zuvor, weil wir jetzt bedrohlichem Verhalten mit Augenmaß und lösungsorientiert begegnen können", fasst Dr. Jens Hoffmann, Leiter des Instituts Psychologie & Bedrohungsmanagement, zusammen.

Die Inhalte des Seminars sind, neben neusten Forschungsergebnissen zu Gewalt an Schulen, auch Instrumente der Risikoeinschätzung sowie sicherheitspsychologische Einschätzungen von auffälligem Verhalten und Drohungen von Schülerinnen und Schülern. „Die Weiterbildung der Lehrkräfte in diesem sensiblen Bereich ist uns ein großes Anliegen“, ergänzt Dr. Klaus-Michael Ahrend, ebenfalls Vorstand der HEAG. „Wir sind daher froh, mit dem Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement ausgewiesene Experten auf dem Gebiet gewonnen zu haben, um die Darmstädter Lehrerinnen und Lehrer bestmöglich vorbereiten zu können. Wir hoffen aber natürlich, dass sie die erworbenen Kenntnisse nicht einsetzen müssen.“

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