Wahl von Martin Gutzeit zum Stasi-Landesbeauftragten begrüßt

Roland Schulz, Vize-Vorsitzender DDR-Opfer-Hilfe e.V.
  • Roland Schulz, Vize-Vorsitzender DDR-Opfer-Hilfe e.V.
  • Foto: DDR-Opfer-Hilfe
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Die in Berlin ansässige DDR-OPFER-HILFE hat die Wiederwahl von Martin Gutzeit zum Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen als positives Signal der Politik an die DDR-Opfer begrüßt. Das Abgeordnetenhaus habe mit seiner Wahl deutlich gemacht, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin kontinuierlich fortgesetzt werde.

Roland Schulz, Vize-Vorsitzender der DDR-OPFER-HILFE e.V. erklärt: „Berlin mit seiner historischen Trennlinie zwischen Demokratie und Diktatur ist in der besonderen Verantwortung, die Stasi-Vergangenheit aufzuarbeiten und den Opfern der SED-Diktatur Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Dazu hat Herr Gutzeit in letzten zwei Jahrzehnten bereits einen wesentlichen Beitrag geleistet. Wir gratulieren ihm zur Wiederwahl und freuen uns auf die gute Zusammenarbeit.“

Der ehemalige DDR-Pastor Gutzeit hat das Amt seit 1993 inne. Der gelernte Elektromonteur gründete 1989 zusammen mit Markus Meckel die Sozialdemokratische Partei in der DDR. Gutzeit wurde 1990 als SPD-Abgeordneter in die erste frei gewählte Volkskammer der DDR gewählt und war so zwischen Oktober und Dezember auch Mitglied im Bundestag.

Die DDR-OPFER-HILFE mahnte zugleich die Politik, die soziale Absicherung der ehemals politisch Verfolgten nicht aus dem Blick zu verlieren. Viele seien verfolgungsbedingt auf Sozialleistungen angewiesen. Denn gerade die berufliche Verfolgung lasse sich oft nur schwer nachweisen. Deshalb müsse eine Beweislastumkehr gesetzlich verankert werden, um den Betroffenen den Weg zu Ausgleichsleistungen zu eröffnen.

Die DDR-OPFER-HILFE vertritt die Interessen ehemals politisch Verfolgter und deren Angehöriger und bietet ihnen sowie Sympathisanten eine Heimat.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.ddr-opfer-hilfe.de

Autor:

Torsten Fuchs aus Griesheim

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