Wiesenknopf-Ameisenbläulinge auf der Fuchswiese gesichtet

Der Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist nun in größerer Zahl in dem seit Oktober 2010 bestehenden Naturschutzgebiet Fuchswiese gesichtet worden. „Wir freuen uns, dass die selten gewordene Schmetterlingsart sich in dem bislang einzigen vom Landkreis ausgewiesenen Naturschutzgebiet ausgebreitet hat“, so Kreis-Umweltdezernent Christel Fleischmann.

Dr. Thomas Fischbach, stellvertretender Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, war in den vergangenen Tagen an der Fuchswiese unterwegs und hat nach dem Rechten geschaut. „ Ich habe etwa 20 Dunkle und zehn Helle Wiesenknopf-Ameisenbläulinge gesehen“, berichtet Dr. Fischbach. Dieser Erfolg für den Artenschutz ist nach Auskunft von Christel Fleischmann der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Landwirten und den Umweltverbänden vor Ort geschuldet, durch die der Schutz der 1,7 Hektar großen Fläche zwischen Jugenheim und Stettbach möglich geworden sei. „Erfreulich ist auch, dass sich alle an die Regeln für den Schutz des Gebietes halten“, sagt der Umweltdezernent. So wurden die Wiesen rechtzeitig vor dem am 1. Juni beginnenden Mahdverbot gemäht. Zum Schutz der Schmetterlinge gilt dieses bis Ende August. Generell dürfen Naturschutzgebiete nicht betreten werden, Wanderer und Spaziergänge müssen auf den Wegen bleiben.

„Zwischen Juni und Mitte August ist die Entfaltungszeit der Schmetterlinge, die man daran erkennt, dass bei dem Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling die unteren Flügelflächen hellbraun sind und zwei Reihen schwarzer Punkte haben, der Dunkle ist entsprechend dunkelbraun und hat nur eine Reihe schwarzer Punkte am Flügelrand“, erklärt Dr. Fischbach. Die obere Seite der Flügel, die man in der Regel nur während des Fluges zu Gesicht bekommt, sei bei beiden Tieren blau, was auch einen Teil seines langen Namens erklärt. Auch die weiteren Bestandteile seines Namens nehmen Bezug auf Eigenheiten des Tiers. Der Schmetterling legt nämlich seine Eier auf der Blüte des Großen Wiesenknopfs ab, einer hochwachsenden Wiesenblume mit dunkelroter Blüte, deren lateinischer Name Sanguisorba soviel bedeutet wie Blut einsaugend und auf die Verwendung als blutstillende Arzneipflanze hinweist. Die Larven saugen sich mit dem Pflanzensaft voll, wachsen zur Raupe heran, die sich dann von der Blüte auf den Boden fallen lässt. Da sie einen Duft verströmt, der dem von Ameisenlarven gleicht, fühlt sich die Trockenrasenknotenameise angezogen. Die bringt die Raupe in ihr Nest und versorgt sie den Winter über. Im Frühjahr verpuppen sich die Raupen in der Nähe des Nestausgangs, im Sommer schlüpfen sie und fliegen als Schmetterlinge umher.

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Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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