Das Leben ist bunt.

Beeindruckend, was Farbe alles kann: Räumen Persönlichkeit verleihen, Behaglichkeit und Atmosphäre schaffen, das Tageslicht beeinflussen, Räume größer oder intimer wirken lassen, anregen oder beruhigen.
Wenn kleine Räume in der Lieblingsfarbe gestaltet werden sollen, bringen zum Beispiel verschiedene Nuancen Abwechslung ins Gesamtbild. Helle Farben lassen einen Gegenstand größer erscheinen als dunkle. Diese Wirkung ist bei der farblichen Gestaltung von Wänden, Decken und Böden genau umgekehrt. Hier treten helle Töne zurück, während dunkle Farben in den Vordergrund rücken.

Zehn psychologische Fakten über Farben
Manche Farben erhöhen die Kreativität, andere lassen uns attraktiver wirken. Tatsache ist: Rot, Blau, Schwarz oder Weiß beeinflussen unseren Alltag ganz erheblich.

Blau fördert die Kreativität: Mehr als 600 Testpersonen sollten in Experimenten verschiedene Aufgaben an einem Computerbildschirm lösen. Mal war dessen Hintergrund blau, mal rot oder weiß. Roter Hintergrund verbesserte zwar die Leistung bei einer Detailaufgabe wie Korrekturlesen, blaue Farbe steigerte jedoch die Kreativität. Eine mögliche Erklärung: Mit der roten Farbe assoziieren wir Warnsignale, etwa eine Ampel, und daher lässt uns Rot stärker auf Details achten. Mit Blau verbinden wir eher den Himmel oder Wasser - im übertragenen Sinne also Freiheit und Offenheit. Und solche Gedanken fördern die Kreativität.
Außerdem stehen viele Menschen auf blau. Anya Hurlbert und Yazhu Ling von der Universität von Newcastle ließen in einer Studie im Jahr 2007 mehr als 200 Freiwillige aus zwei farbigen Rechtecke ihre bevorzugte Farbe wählen. Und tatsächlich: Blau rangierte auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Im Fachjargon heißt das Blue-Seven-Phänomen: Die meisten Menschen bevorzugen die Farbe Blau und die Zahl Sieben.
Fazit: Büroräume oderzimmer, in denen Kreativität gefragt ist, gerne in Blautönen streichen.

Rot steigert die Attraktivität: In einem Test sollten einige Dutzend Männer Bilder von Frauen ansehen und ihre Attraktivität bewerten. Ergebnis: Frauen in rot wirkten durchgehend attraktiver.
In einem anderen Test wurden Männern und Frauen das gerahmte Schwarz-Weiß-Foto eines Mannes in Poloshirt gezeigt. Einmal war der Bilderrahmen weiß, einmal rot. Als die Teilnehmer auf einer Skala die Attraktivität des Mannes beurteilen sollten, gaben Frauen ihm mehr Punkte als beim weiß gerahmten. In weiteren Experimenten fanden Frauen Männer in rotem T-Shirt sexuell attraktiver und sprachen ihnen machtvollere Position zu.
Wo Sie die Farbe rot dann in Ihrer Wohnung verwenden bleibt zu überdenken...

Weiß hat ein reines Image: Bei einem reinen Gewissen spricht man auch von einer "weißen Weste". Auf einem Monitor sahen Testpersonen Wörter mit positiver Bedeutung, beispielsweise "sanft", und solche mit negativer Bedeutung ("Teufel"). Die Begriffe erschienen sowohl in schwarzer als auch in weißer Schrift. Die Teilnehmer sollten den Wörtern möglichst schnell die richtige Bedeutung zuordnen. Am besten schlugen sich die Freiwilligen dann, wenn positiv belegte Wörter in weiß und negative in schwarz erschienen - dann also, wenn die Bedeutung des Wortes mit dem Image der Farbe übereinstimmte.
Aus diesem Grund wird daher in den meisten Immobilien auf weiße Wänder zurückgegriffen. Denn damit ist die Grundeinstellung "sauber und rein" - alles weitere kann mit Bildern oder Accesoires verändert werden.

Helle Decken wirken höher: Das entdeckte Daniel Oberfeld-Twistel von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Für seine Studie im Jahr 2010 konzipierte er ein virtuelles 3D-Zimmer. Zwölf Personen sollten die Raumhöhe schätzen. Ergebnis: Je heller Decken und Wände gestrichen waren, desto höher empfanden die Probanden das Zimmer.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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