Der Faschingskrapfen hat wieder Saison

Von allen Seiten schallt ein fröhliches "Helau" oder "Alaaf" und fantasievoll gekleidete Gestalten ziehen durch die Straßen: Es ist Faschingszeit. Büttenreden und Gaudiwürmer mit liebevoll geschmückten Wagen gehören ebenso zum närrischen Treiben wie der traditionelle Faschingskrapfen, je nach Region auch Berliner oder Kräbbel genannt.

In Franken werden die Hefeteigkugeln traditionell mit Hagebuttenkonfitüre, dem Hiffenmark, gefüllt. Ein besonderer Genuss, wie viele Krapfenfreunde finden. Wenn es um die fruchtig-süße Leckerei geht, ist Maintal Konfitüren seit 125 Jahren der Spezialist. Wichtigster Bestandteil der Konfitüre sind natürlich die Hagebutten. Bei der Ernte im Herbst sind die wild wachsenden Früchte sonnengereift und leuchtend rot. Im fränkischen Familienunternehmen wird das Hagebuttenmark aus der Schale der Früchte gewonnen und anschließend schonend weiterverarbeitet, so dass daraus das samtig-weiche Hiffenmark entsteht. Besonders zur Faschingszeit sind die leckeren Krapfen in den Bäckereien der Renner schlechthin. Aber man kann sie natürlich auch selbst backen.

Dazu 1 Hefewürfel in eine Schüssel bröckeln und mit 100 ml lauwarmer Milch und 1 TL Zucker verrühren. Etwa 150 g Mehl hinzugeben und zu einem Vorteig verrühren. Dann den Teig mit etwas Mehl bestäuben, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Platz gehen lassen. Nun 70 g Zucker, 2 Eier und 2 Eigelbe miteinander verrühren. Das Ganze mit dem Vorteig, 1/4 l Milch, 350 g Mehl, 75 g Butter und einer Prise Salz gut verkneten. Den Hefeteig zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Den Teig in 12 Stücke teilen, daraus Kugeln formen, flach drücken und abermals 45 Minuten zugedeckt ruhen lassen, bis sich ihr Volumen etwa verdoppelt hat.
1 kg Fett in einem großen Topf auf 175 Grad erhitzen und die Krapfen stückweise auf beiden Seiten etwa fünf Minuten ausbacken, bis sie goldgelb sind. Anschließend auf einem Stück Küchenrolle abtropfen lassen.

Jetzt in die Krapfen mit Hilfe eines Spritzbeutels die Hagebuttenkonfitüre seitlich hineinspritzen. Zu guter Letzt die Krapfen je nach Geschmack mit Puderzucker bestreuen.

Das Hefeteiggebäck hat eine lange Tradition. Wer die süßen Teilchen allerdings erfunden hat, ist nicht eindeutig belegt. Schon die Römer beispielsweise kannten ein Fettgebäck, das sie Globuli (Kügelchen) nannten. Eine andere Geschichte erzählt von der Erfindung der Krapfen in Wien. Demnach hat die Bäckerin Cäcilie Krapf um das Jahr 1690 herum in ihrem Laden die allseits beliebten "Cillikugeln” hergestellt und diese schmackhaften Teigkugeln mit eingemachten Früchten gefüllt.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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