Der Kopf im Schraubstock - Kopfschmerzen blocken durch Pfefferminzöl

Wer Kopfschmerzen hat, greift gerne zu rezeptfreien chemischen Schmerzmitteln oder ignoriert die Schmerzattacken möglichst. Beides kann Probleme mit sich bringen. Dabei gibt es eine schonende Therapiemöglichkeit aus der Natur. Wir sprachen mit Dr. Ronald Brand von der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein über die verblüffende Wirksamkeit von 10%igem Pfefferminzöl bei der Kopfschmerztherapie.

Redaktion: Herr Dr. Brand, welcher der vielen verschiedenen Kopfschmerztypen ist denn am weitesten verbreitet?

Dr. Brand: Das ist eindeutig der Typ Spannungskopfschmerz, den regelmäßig Millionen Deutsche erleiden. Bei dieser Form werden die Schmerzen im Bereich des gesamten Kopfes empfunden, fühlen sich drückend-ziehend an, jedoch nicht pulsierend. Der Kopf fühlt sich mitunter an wie in einem Schraubstock. Im Gegensatz zu Migräneanfällen wirken hier weder körperliche Arbeit noch Lichteinfall verstärkend und auch über Übelkeit wird nur selten geklagt.

Redaktion: Können Sie Ursachen angeben?

Dr. Brand: Die Hauptursache sind psychische Faktoren wie Streß, Überbelastung und Überforderung. Darüber hinaus können auch körperliche Fehlhaltungen der Auslöser sein. Zum Beispiel langes Sitzen oder Stehen und einseitige Belastungen. Wenn sich die Muskulatur der Schulter- und Nackenregion verspannt, sind Spannungskopfschmerzen oft nicht mehr weit. Und dann gibt es zudem noch jene Ursachen, die durch Überanstrengung, Wassermangel, Hitze oder Sonne entstehen.

Redaktion: Es gibt immer mehr junge Menschen mit Kopfschmerzen. Gibt es dafür Erklärungen?

Dr. Brand: Ich würd' das mal eher Erklärungsversuche nennen. Da ist zum einen eine immer stärkere Belastung in Schule, Berufsschule, Studium und zum anderen die Unsicherheit bezüglich der Zukunft. Mögliche Faktoren sind aber auch Schlafmangel, zu wenig Flüssigkeitszufuhr und Bewegung oder auch ungesunde Ernährung. Und nicht vergessen sollten wir das völlig veränderte Medien- und Freizeitverhalten. Die Bildschirmnutzungsdauer steigt in den letzten Jahren immer mehr an - das hat schon Auswirkungen auf den Gehirnstoffwechsel. Mir ist aber ganz wichtig, auf die Folgen von Kopfschmerzen bei Jugendlichen hinzuweisen: Inzwischen konnte ein unzweifelhafter Zusammenhang zwischen gehäuften Kopfschmerzen und vermehrten Ängsten, Depressionen und aggressiven Verhaltensmustern nachgewiesen werden.

Redaktion: Es gibt aber auch körperliche Reaktionen.

Dr. Brand: Ja. Durch alle Altersgruppen hinweg besteht ein bisher noch nicht im Detail geklärter Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und gehäuft auftretenden Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung und Sodbrennen.

Redaktion: Kommen wir zur Therapie. Was tun, wenn Kopfschmerzen plagen? Der Griff zur chemischen Keule ist einfach, aber auch durchaus riskant. Warum?

Dr. Brand: Weil insbesondere bei unkontrollierter, sehr hochdosierter Einnahme nicht nur Nebenwirkungen wie Probleme mit Leber, Niere oder Magen drohen, die Mittel können im schlimmsten Fall sogar zum Auslöser des sogenannten Schmerzmittel-Kopfschmerzes werden. Dieser Kopfschmerz tritt vielfach bei längerfristiger bzw. dauerhafter Einnahme auf oder entsteht nach dem Absetzen einer Dauermedikation. Insgesamt haben Vielverwender von Schmerzmitteln ein achtfach erhöhtes Risiko für chronische Kopfschmerzen.

Redaktion: Im Bemühen, Nebenwirkungen zu vermeiden und trotzdem Spannungskopfschmerz-Patienten zuverlässige Hilfe an die Hand zu geben, wird immer häufiger ein hochgereinigtes 10%-iges Ätherisch-Öl-Konzentrat der Arzneipflanze Pfefferminze (Prüfpräparat: Euminz, rezeptfrei, Apotheke) mit dem Hauptwirkstoff Levomenthol empfohlen. Was ist dran an dessen Wirksamkeit?

Dr. Brand: Dieses Konzentrat konnte bereits in vielen wissenschaftlichen Studien seine hohe Wirksamkeit unter Beweis stellen. Aufgetragen auf Stirn, Schläfen, Schultern und Nacken schwächen sich Spannungskopfschmerzen bereits nach einer viertel Stunde enorm ab und verschwinden wenig später meist komplett. Die schmerzlindernde Wirkung ist wirklich intensiv, in etwa vergleichbar mit der Einnahme von 1 Gramm Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol, so das Ergebnis zweier großangelegter Studien. Wirklich erwähnenswert ist der Wirkungsweg. Die 10%-ige Pfefferminzöllösung wird ja äußerlich aufgetragen und belastet so weder Magen noch Niere oder Leber. Kein Wunder, daß die Verträglichkeit des Naturheilmittels durchweg mit ausgezeichnet bezeichnet wird.

Redaktion: Wie läuft die Wirkung ab, gibt es hierzu Erkenntnisse?

Dr. Brand: Levomenthol kühlt sehr stark. Untersuchungen zufolge nimmt die Hauttemperatur nach Auftragen des 10%-igen Pfefferminzöls kurzfristig um ca. 2 Grad ab. Durch diese schnell eintretende lokale Abkühlung werden sogenannte TRP-Kanäle, welche der Schmerzübermittlung dienen, in ihrer Aktivität heruntergefahren. Die Schmerzweiterleitung wird so blockiert. Und dann gibt es noch eine weitere Wirkungsweise: Durch den Einsatz des Arzneiminze-Extrakts wird die Durchblutung der Kopfhaut-Blutgefäße um bis zu 255 Prozent gesteigert. Wir vermuten einen direkten Zusammenhang zwischen verbesserter Durchblutung und dem Verschwinden der Kopfschmerzen.

Redaktion: Kann man also von einer hohen Anwendungssicherheit einer Euminz-Therapie sprechen?

Dr. Brand: Absolut. Die Therapie von Spannungskopfschmerzen durch den Einsatz von Levomenthol ist wirksam und sicher sowohl für Erwachsene, Schwangere als auch für Kinder ab 6 Jahren.

Internet-Tipp: www.heilpflanzen-online.com

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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