Der kurze Weg des Schalls

Durchschnittlich vergehen zehn Jahre, bis Menschen mit einer Hörminderung etwas gegen diese unternehmen. Doch in dieser Zeit wird das Hören bereits "verlernt", da sich das Gehirn der neuen Situation anpasst. Es erhält weniger akustische Signale und vergisst allmählich, bestimmte Klänge zu verarbeiten. Beim Verdacht auf eine Hörminderung sollte man daher schnell handeln und sich mit Hilfe eines Hörtests Gewissheit verschaffen. Falls ein Hörverlust vorliegt, können Hörgeräte die Wahrnehmungsfähigkeit erhöhen und als "Trainer" für das Gehirn arbeiten, wenn es darum geht, die Hörfähigkeit zurückzugewinnen.

Diesen Prozess unterstützen seit kurzem die Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte der sogenannten Canal Receiver Technology (CRT). Hier ist der Lautsprecher, der auch Hörer genannt wird, nicht im Gehäuse des Hörgeräts untergebracht, sondern Teil des Ohrpassstücks, das im Gehörgang sitzt. Der Schall wird bei diesen Geräten daher erst kurz vor dem Trommelfell produziert, was einige Vorteile für die Träger solcher Geräte bietet.

Durch den kürzeren Weg, den der Schall zurücklegen muss, werden Übertragungsverluste stark verringert, es kann eine höhere Klangqualität erreicht werden. Zudem befindet sich der Lautsprecher nicht mehr zusammen mit dem Mikrofon im Gehäuse, sondern bei Geräten der CRT-Technologie im Gehörgang. Dadurch ist der Abstand zwischen dem Mikrofon und dem Lautsprecher deutlich größer. So kann das Risiko für Rückkopplungen und unangenehmes Pfeifen nahezu ausgeschlossen werden. Kontaktadressen spezialisierter Hörgeräteakustiker, die solche Geräte anbieten, gibt es unter www.phonak.de im Internet.

Vom Hersteller Phonak beispielsweise gibt es mit der "M H2O"-Serie wasser- und schmutzresistente CRT-Systeme. Die robusten Gehäuse verhindern das Eindringen von Wasser, Schweiß, Staub und Schmutz. So können die modernen Geräte bei jedem Wetter und überall - bei Aktivitäten im Freien, beim Wassersport oder in besonders staubigen Umgebungen - getragen werden. Neben den akustischen Vorzügen haben CRT-Systeme auch optische Vorteile gegenüber anderen Modellen, die hinter dem Ohr getragen werden. Da sich der Lautsprecher nicht mehr im Gehäuse befindet, ist dieses kleiner und unauffälliger. Die modernen Geräte verschwinden daher - je nach Modell sogar komplett unsichtbar - hinter der Ohrmuschel. Wer sein Wunschgerät lieber sichtbar tragen möchte, für den gibt es neben unauffälligen, hautfarbenen Modellen auch ein- oder zweifarbige Hörgeräte in den verschiedensten Ausführungen.

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