Hallux valgus – Mehr als ein kosmetisches Problem

Tag für Tag verrichten unsere Füße Schwerstarbeit. Sie bringen uns von einem Ort zum anderen und legen dabei im Laufe eines Lebens durchschnittlich 120.000 Kilometer zurück. Wie wertvoll dafür ein gesunder Fuß ist, wissen wir häufig jedoch erst dann zu schätzen, wenn er uns Beschwerden bereitet.
Eine der häufigsten Fuß-Erkrankungen ist der sogenannte „Hallux valgus“, eine oftmals schmerzhafte Fehlstellung der Großzehe. „Rund 25 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen, insbesondere Frauen“, weiß Dr. med. Eckhard Brüning, Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Sportmedizin sowie zertifizierter Fußchirurg (GFFC) des Netzwerks Chirurgie Rhein-Main mit Standorten in Seligenstadt, Hanau, Offenbach, Groß-Umstadt, Groß-Gerau und Neu-Isenburg.

Aus Angst vor einem größeren chirurgischen Eingriff quält sich mancher Betroffene jahrelang mit Schmerzen, die zu Einschränkungen des Bewegungsapparates, einer Veränderung des Gangbildes sowie einer nachhaltigen Schädigung der Gelenke führen können. Dabei gilt auch hier: Sobald der Fuß Beschwerden macht, ist es ratsam, einen Facharzt aufzusuchen. „Denn je früher eine Behandlung erfolgt, desto eher können bleibende Schäden verhindert, Gelenke erhalten und Schmerzen beseitigt werden“, so sein Kollege Dr. Georg Janda, ebenfalls zertifizierter Fußchirurg im Netzwerk Chirurgie Rhein-Main.

Behandlungsmöglichkeiten
Zur operativen Behandlung des Hallux valgus stehen je nach Stadium und eventueller Begleiterkrankung verschiedene Methoden zur Verfügung: Erfolgt die Operation in einem frühen bis mittleren Stadium wird in der Regel das überschüssige Knochengewebe am Fußballen abgetragen und eine Umstellung im Bereich des Mittelfußköpfchens bzw. -schafts vorgenommen. Im Falle einer schweren Hallux valgus-Deformität kann aber auch eine Versteifungsoperation zwischen dem ersten Mittelfußknochen und dem ersten Fußwurzelknochen erforderlich werden. „Anders als der Name vermuten lässt, wird dadurch der Abrollvorgang jedoch nicht behindert“, erklärt Dr. Brüning. „Die Patienten können damit sogar relativ schnell wieder körperlich aktiv sein bis hin zu freizeitlich sportlichen Aktivitäten“, ergänzt Dr. Janda.

Welche Methode letztendlich angewendet wird, entscheiden Arzt und Patient nach einer umfangreichen klinischen und röntgendiagnostischen Untersuchung sowie einem ausführlichen Gespräch gemeinsam. Grundsätzlich erfolgt im Netzwerk Chirurgie Rhein-Main eine Hallux valgus-Operation immer nur dann, wenn Beschwerden vorliegen, nie aus kosmetischen Gründen.

Nachsorge: Als Kassenpatient wie ein Privatpatient behandelt werden
Für die Genesung ist neben der Operation aber auch die Nachsorge, die im Netzwerk Chirurgie Rhein-Main vom behandelnden Operateur selbst durchgeführt wird, sowie Physiotherapie enorm wichtig. „Hier haben wir im Rahmen der Integrierten Versorgung mit vielen gesetzlichen Krankenkassen spezielle Vereinbarungen getroffen. Dazu zählt u.a. auch, dass gesetzlich Versicherte dieser Kassen keine Zuzahlungen für Heilmittel wie Krankengymnastik oder Hilfsmittel wie Bandagen oder Spezialschuhe leisten müssen und somit in den Genuss von Leistungen kommen, die sonst nur Privatpatienten vorbehalten sind“, erläutert Dr. Brüning. „Auch übernehmen wir die Koordination der nötigen Heil- und Hilfsmittel damit diese gleich nach der Operation zur Verfügung stehen und die Patienten sich um nichts kümmern müssen, sondern sich ganz auf ihre Genesung konzentrieren können.“ Im Rahmen der Integrierten Versorgung ist für gesetzlich Versicherte auch ein stationärer Aufenthalt in der privaten Emma Klinik zuzahlungsfrei möglich.

Weitere Informationen zum Thema Fußchirurgie gibt Dr. med Eckhard Brüning im Rahmen eines Vortrags auf der Gesundheitsmesse in Groß-Umstadt am Sonntag, 09.06.2013, 11.30 Uhr, im Clubraum der Stadthalle Groß-Umstadt (EG).

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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