Lästig, aber lukrativ

Wer als Riester-Sparer in seiner Steuererklärung alles richtig macht, wird vom Staat mit üppigen Zulagen belohnt.
Foto: djd/Union Investment
Auch für Riester-Sparer lohnt sich das Ausfüllen der Steuererklärung
(djd/pt). Bis Ende Mai sind wieder viele Bundesbürger mit einer unliebsamen Aufgabe beschäftigt - der Steuererklärung. Statistiken belegen: 90 Prozent der Deutschen bekommen im Schnitt 800 Euro vom Finanzamt erstattet. Auch für Riester-Sparer lohnt sich das Ausfüllen der Steuerformulare. Im ersten Schritt benötigen alle den Mantelbogen. Hier werden neben persönlichen Daten wie Name, Kontonummer und Anschrift auch Angaben zu Kirchensteuer, Unterhalt an frühere Ehepartner sowie Spenden gemacht.

Die Anlage AV
Zusätzlich zum Mantelbogen gibt es die Anlage AV. In dieser macht der Steuerzahler Angaben zu Altersvorsorgebeiträgen - zum Beispiel zur Riester-Rente. Neu ist, dass die Bescheinigung nach Paragraf 10a EstG, die bisher zur Beantragung des Sonderausgabenabzugs der Steuererklärung beigelegt wurde, ab 2011 entfällt. "Stattdessen übermitteln wir die Daten in elektronischer Form an die zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen", erklärt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei der Fondsgesellschaft Union Investment.

"Riestern" wird belohnt
Wer alles richtig macht, wird vom Staat mit Zulagen belohnt. Jeder Förderberechtigte erhält eine Grundzulage von 154 Euro pro Jahr. Eltern bekommen zudem für jedes Kind jährlich 185 Euro. Für Kinder, die ab 2008 geboren sind, liegt die Förderung sogar bei 300 Euro pro Jahr. Damit Sparern keine Zulagen entgehen, sollten Änderungen im Einkommen dem Riester-Anbieter mitgeteilt werden. "Nur wer vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens einzahlt, bekommt auch die vollen Zulagen", erklärt Wolfram Erling.

Außerdem sollten Riester-Sparer einen Dauerzulagenantrag stellen. Dieser muss nur einmal beim Anbieter eingereicht werden. Nur wenn sich zulagerelevante Änderungen der Lebensumstände wie Heirat oder Geburt eines Kindes ergeben, muss dies dem Anbieter mitgeteilt werden. Die Förderung fließt dann automatisch. Wer das nicht möchte, sollte beachten, dass der Anspruch auf Zulagen nach zwei Jahren erlischt. Kleiner Tipp: Alle Formulare für die Steuererklärung gibt es auf der Internetseite des zuständigen Finanzamts.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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