Von den meisten Deutschen vernachlässigt Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Was passiert, wenn man zum Beispiel nach einem Schlaganfall plötzlich auf fremde Hilfe angewiesen ist und seine Angelegenheiten nicht mehr alleine regeln kann? Drei Viertel aller Deutschen meinen, dass dann automatisch Ehepartner, Lebensgefährten oder Familienangehörige die Betreuung übernehmen dürfen. „Das ist jedoch falsch“, sagt Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der Monuta N.V. Niederlassung Deutschland. Der Grund: Nach dem Gesetz darf in Deutschland kein Volljähriger für einen anderen Entscheidungen treffen – es sei denn, dieser hat ihn offiziell dazu bevollmächtigt. Das haben allerdings die wenigsten: Nur rund zehn Prozent aller Bundesbürger haben eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht erstellt.
„Wenn ein Mensch durch Alter oder Krankheit nicht mehr geschäftsfähig ist, wird vom Betreuungsgericht in den meisten Fällen ein Betreuer eingesetzt. Die Angehörigen haben hier kein offizielles Mitspracherecht“, erläutert Capellmann die gesetzliche Lage. Ebenso verhält es sich mit medizinischen Entscheidungen, wenn eine Verfügung des Patienten fehlt. „Mit einer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kann jeder Mensch dieser Situation vorbeugen und selbstbestimmt entscheiden, wer im Ernstfall die Betreuung wahrnimmt und wie in wichtigen Fragen zu Vermögen und Gesundheit zu handeln ist“, erläutert Capellmann. Mit der Patientenverfügung kann jeder festlegen, ob, wie und wie lange er medizinisch behandelt werden möchte. Die Vorsorgevollmacht stellt sicher, dass eine Vertrauensperson sich um die Angelegenheiten des Betroffenen kümmern darf, denn sie schließt die Anordnung einer Betreuung durch eine möglicherweise fremde Person aus.
„Die beiden Vorsorgeverfügungen sollten aber auf keinen Fall ohne fachkundige Beratung erstellt werden, denn die Tücke liegt oft im Detail“, sagt Capellmann. So muss die Patientenverfügung „eindeutig“ und „situationsbezogen“ formuliert sein – sonst kann der behandelnde Arzt nicht erkennen, was er im Sinne des Patienten tun darf.
Die Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Alter und Tod sollte Teil einer ganzheitlichen Vorsorge für alle Risiken des Lebens sein. Dazu gehören Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ebenso wie die finanzielle Vorsorge für das Alter und den Todesfall. „Immer mehr Vorsorgeberater stellen sich darauf ein und sind kompetente Ansprechpartner für ihre Kunden“, so Capellmann. Ein gutes Angebot für eine ganzheitliche Vorsorgeberatung bietet z.B. die Monuta Trauerfall-Vorsorge. Unter www.monuta.de/vorsorge können Interessenten die kostenfreien Vordrucke zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht anfordern.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.