TV Hochdorf - TV Groß-Umstadt 28:27 (14:11)

Man hatte sich soviel vorgenommen beim TVG, hat die Winterpause durchtrainiert, alle Kräfte mobilisiert und stand dann nach dem ersten Rückrundenspiel bei einem direkten Konkurrenten wieder mit leeren Händen da. Zwar wurde nur knapp verloren und man könnte das Spiel in die Schublade der „unglücklich“ verlorenen Spiele oder auch in die Schublade der „schlechten, einseitigen Schiedsrichterleistung“ schieben, aber das wäre zu kurz gedacht. Zu viele Fehler erlaubten sich die Groß-Umstädter in der Anfangsphase des Spieles und gerieten dadurch nach nur 12. Spielminuten mit 9:2 in Rückstand. Bis zu diesem Zeitpunkt waren 8 Fehlwürfe und 5 technische Fehler zu bilanzieren – zuviel um ein wichtiges Drittligaspiel gewinnen zu können. TVG Trainer Beckmann nahm die Auszeit und versuchte seine Mannschaft wach zu rütteln. Dies gelang zunächst, denn durch eine Trefferserie von Philipp Becker (5 Tore in Folge) gelang der Anschluss zum 14:11 Pausenstand.
In der Kabine fielen harte Worte, trotzdem ging die Fehlerserie beim TVG weiter (bei Spielschluss immerhin 25!), lediglich die Kampfbereitschaft nahm etwas zu, Torjäger Florian See fand ins Spiel und konnte 8 seiner insgesamt 9 Tore im Spiel in der zweiten Hälfte erzielen. Groß-Umstadt konnte erstmals in der 47. Minute zum 20:20 durch See ausgleichen. Jetzt wurde es richtig spannend in der kleinen Tennishalle des Hochdörfer Sportzentrums. Hochdorf legte vor und der TVG konnte immer wieder postwendend ausgleichen. So ging das bis zur 56. Minute, da erhielt Groß-Umstadts Lochtenbergh seine dritte Zeitstrafe und musste auf der Tribüne Platz nehmen, Hochdorf erzielte das 27:25 und ließ in der Endphase des Spieles nichts mehr anbrennen. See konnte noch einmal auf 27:26 verkürzen, aber im Gegenzug warf Beutler das 28:26, Becker verkürzte auf 28:27 in der 59. Minute. Hochdorf wollte sich Zeit lassen, vertändelte aber den Ball, der TVG kam noch einmal zum Angriff und konnte nur durch ein Foul gebremst werden und hatte plötzlich die Gelegenheit doch noch auszugleichen. Florian See trat an (59:24), verzögerte, zeigte Nerven, Hochdorfs Torhüter konnte abwehren, der TVG konnte aber den Abpraller aufgreifen und noch einmal einen Angriff aufbauen, tat dies aber sehr pomadig und ohne jeden Druck. Der gesamte Spielverlauf spiegelte sich in diesen Schlusssekunden: Was passieren musste – passierte, es kam erneut zu einem schlechten Abspiel – technischer Fehler - die große Chance zum Ausgleich war vertan, das Spiel verloren.
Die miserable Anfangsphase war letztlich schuld an der vermeidbaren Niederlage und erweckte den Eindruck, als sei die Mannschaft noch nicht im „Abstiegskampf“ angekommen. Da hilft kein schön spielen mehr, da muss einfach nur gewonnen werden. Da hilft die beste Spielvorbereitung und Videoanalyse des Gegners nicht mehr, da muss leidenschaftlich gekämpft werden. Da hilft kein lamentieren, da gibt es keine Ausreden oder schlechte Schiedsrichter, da hilft nur noch unbändiger Wille und Zusammenhalt. Gelegenheit zur Verbesserung und Wiedergutmachung hat der TVG noch 14 mal, bereits nächste Woche zum ersten Mal gegen den Vorletzten aus Zweibrücken. Für den TVG gibt es jetzt wohl 14 „Endspiele“ zum Klassenerhalt.

Nächste Woche triftt der TVG auf den Aufsteiger aus dem Saarland, den SV 64 Zweibrücken . Die Partie findet am Sonntag, 20. Januar um 18 Uhr in der Heinrich Klein Halle, Groß-Umstadt statt.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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