Günter Schork: Immer mehr Grundschulen in Hessen mit „flexiblem Schulanfang“ – Modell auch im Kreis Groß-Gerau erfolgreich

„Immer mehr Grundschulen in Hessen entscheiden sich für die Einrichtung des sogenannten flexiblen Schulanfangs. Hatten sich im laufenden Schuljahr bereits 94 Grundschulen für dieses Modell entschieden, werden es im kommenden Schuljahr mehr als 100 sein. Seit 1. August 2007 können Grundschulen im Rahmen des so genannten flexiblen Schulanfangs gemäß § 20 des Hessischen Schulgesetzes die Jahrgangsstufen 1 und 2 zu einer unterrichtsorganisatorischen Einheit zusammenfügen und Kindern eine individuelle Verweildauer von einem bis zu drei Jahren eröffnen. Eine Zurückstellung von Kindern im Rahmen der Schulanmeldung wegen fehlender Schulfähigkeit entfällt. Alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs werden ohne Feststellung der Schulfähigkeit in die Grundschule aufgenommen. Der Unterricht findet in jahrgangs- und entwicklungsgemischten Gruppen statt. Im Falle einer dreijährigen Verweildauer eines Kindes wird das dritte Jahr nicht auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet“, informiert der Groß-Gerauer Landtagsabgeordnete Günter Schork (CDU).

„Der flexible Schulanfang bietet allen Schulanfängern einen differenzierten Schulbeginn. Die Kinder können verschiedene Lernwege einschlagen, ihr eigenes Lerntempo finden und insgesamt ihre Lernprozesse selbstständiger gestalten. Die Unterschiedlichkeit der Kinder und ihrer Lernmotivation werden nicht als Belastung, sondern als Bereicherung für das Zusammenleben und das Lernklima verstanden und für das gemeinsame Lernen nutzbar gemacht“, so Schork.

Auch im Kreis Groß-Gerau beteiligen sich die Grundschule im Hasengrund (Rüsselsheim) und die Peter-Schöffer-Schule (Gernsheim) seit dem Schuljahr 2007/2008 als „Grundschulen mit flexiblem Schulanfang“ an diesem Modell.

Ziel des flexiblen Schulanfangs ist es, den Kindern mit ihren unterschiedlichen Lernausgangslagen gerade am Anfang ihrer Schullaufbahn in stärkerem Maße gerecht zu werden und alle Kinder individuell zu fördern. Je nach Schulkonzept gibt es daher neben Phasen gemeinsamer Arbeit in der Gesamtgruppe Phasen von Kleingruppen- und Einzelarbeit, so dass jedem Kind ein individuelles Lerntempo ermöglicht wird. Die Lehrkraft wird in ihrer Arbeit durch eine Sozialpädagogin bzw. einen Sozialpädagogen unterstützt.

Autor:

Günter Schork aus Groß-Gerau

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