Stadt und Wallerstädter Bürgerinitiative ziehen an einem Strang

Gemeinsam betrachtet haben die Bürgerinitiative „Lebenswertes Wallerstädten“ (BI) und Verantwortliche der Stadtverwaltung Groß-Gerau Probleme, die mit der Ortsdurchfahrt Wallerstädten verbunden sind. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Sicht von BI und Stadt – letztere vertreten durch Bürgermeister Stefan Sauer, Stadtplaner Wilhelm Plattner und Andras Ekkert, stellvertretender Leiter des kommunalen Bauamtes – weitgehend überein stimmt.

Die BI setzt sich seit dem vergangenen Jahr für eine Verkehrsberuhigung im Groß-Gerauer Stadtteil Wallerstädten ein. Im Frühjahr 2012 legte die Gruppe der engagierten Bürger eine umfangreiche Ausarbeitung vor, in der sowohl allgemeine Ziele formuliert als auch konkrete Vorschläge für einzelne Abschnitte der örtlichen Durchfahrtsstraße dargestellt sind. Als Grundlage diente der BI ein im Zuge der Dorferneuerung aufgelegter, aber damals nicht um-gesetzter Gestaltungsplan aus dem Jahr 1999.

Eingangs wiesen die Sprecher der Stadtverwaltung die BI darauf hin, dass die Initiative für eine „grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Wallerstädten – L 3094“ von Hessen Mobil (Straßenbaulastträger, ehemals Amt für Straßen- und Verkehrswesen) ausgehe. Nach Aus-kunft der Behörde, mit der die Stadt Groß-Gerau bezüglich des Bauprojektes eine Planungs-vereinbarung geschlossen hat, seien derzeit keine genauen Angaben zum Zeitpunkt der Rea-lisierung möglich. Eine Umgestaltung der Ortsdurchfahrt stehe demnach nicht unmittelbar bevor.

Die Zeit bis zu einem Beginn der Maßnahmen, so waren sich Vertreter von BI und Stadt einig, könne genutzt werden, um weiterhin Meinungsbilder einzuholen, Ideen zu entwickeln, Vor-schläge abzuwägen und fachlich einzuordnen. Raum finden sollen bei allen Betrachtungen auch unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Bevölkerung im Ort.

„Wir sind bestrebt, für die Entwicklung der Wallerstädter Durchfahrtstraße gemeinsam mit Bürgerinitiative und Stadtteilbewohnern einen guten Verlauf zu finden“, betonte Bürger-meister Stefan Sauer im Nachgang der Zusammenkunft. Die BI habe bereits sehr gute Vorar-beit geleistet, jetzt seien Mitarbeiter der kommunalen Bauverwaltung dabei, die Vorschlags-liste aus ihrer fachlichen Sicht in Augenschein zu nehmen. „Es ist ein erfreulicher Dialog ent-standen, Bürgerinitiative und Stadtverwaltung empfinden sich als Partner“, verlieh Sauer seiner Freude über das gelungene Auftaktgespräch Ausdruck. Ziel sei es, unter Einbeziehung zahlreicher Bürgermeinungen eine gemeinsame Sicht zu entwickeln, um eine klar struktu-rierte Vorgabe für künftige Straßenplaner zu erarbeiten.

Die BI geht nach dem intensiven Dialog mit den Vertretern der Stadt davon aus, dass die Stadtverwaltung die Lösungsvorschläge, die zukünftig gemeinsam erarbeitet werden, gegen-über Hessen Mobil mit Nachdruck vertreten wird.

Vorstellen und diskutieren will Bürgermeister Stefan Sauer die Ideen zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt auf jeden Fall auch bei einem Informationsabend, der allen Bürgern offen steht. Dieser wird jedoch sinnvoller Weise erst zu einem Zeitpunkt stattfinden, an dem ab-sehbar ist, dass das Land Geld für das Bauprojekt zur Verfügung stellt.

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