Nebenkosten beim Immobilienkauf - was gilt es zu beachten?

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Beim Kauf einer Immobilie kommen nicht nur die Kosten für das Grundstück oder Haus auf den Käufer zu. Auch mit einigen Nebenkosten muss man auf jeden Fall rechnen. Diese können in der Gesamtsumme durchaus fünf bis zwölf Prozent des Kaufpreises ausmachen und müssen zusätzlich einkalkuliert werden.

Die Nebenkosten beim Immobilienkauf im Überblick

• Provision für den Makler
• Gebühren für den Notar
• Die Grunderwerbsteuer
• Gebühren für den Grundbucheintrag
• Nebenkosten für die Finanzierung

Wer sich dazu entschließt, ein eigenes Haus zu kaufen oder eines zu bauen, beginnt in der Regel mit der Suche nach der perfekten Immobilie oder einem geeigneten Baugrundstück. Für Laien sind die einzelnen Märkte, Angebote und die komplett zu kalkulierenden Kosten jedoch meist sehr schwer zu durchschauen und auf den ersten Blick nur wenig nachvollziehbar. Es ist daher durchaus ratsam, sich mit der Materie ein wenig intensiver auseinanderzusetzen, damit am Ende keine „bösen Überraschungen“ lauern.

Die Maklerprovision beim Hauskauf

Die Suche nach dem perfekten Objekt benötigt zudem viel Ausdauer und Geduld. Die Dienste eines Maklers werden daher von vielen Kaufinteressenten in Anspruch genommen. Dieser Service ist jedoch mit einem gewissen finanziellen Aufwand verbunden. Für die Suche nach der passenden Immobilie verlangt der Makler eine Provision – dies gilt jedoch nur für den Fall, dass am Ende auch ein Kaufvertrag zustande kommt. Fünf bis sieben Prozent der Kaufsumme zuzüglich Mehrwertsteuer sind hier einzukalkulieren.

Ein Beispiel: Beim Verkauf eines Hauses für 100.000 Euro erhält der Makler 5,00 Prozent Provision. Dies macht 5.000 Euro plus 19% Mehrwertsteuer. Insgesamt muss der Käufer der Immobilie dann nicht mehr nur die 100.000 Euro Kaufpreis zahlen, es werden inklusive Maklergebühren 105.950 Euro.

Ebenfalls fällig: Die Gebühren für den Notar

Wenn das passende Objekt gefunden wurde und man sich beim Kaufpreis einig werden konnte, ist der Kaufvertrag zu unterschreiben. Dieser wird allerdings erst rechtskräftig, sobald ein Notar diesen beurkundet hat. Es werden dafür weitere Nebenkosten fällig. Gemäß einer Gebührenordnung sind die Notarkosten festgelegt und sind im Bezug auf die Kaufsumme der Immobilie zu berechnen. Sie betragen in der Regel rund ein Prozent der Kaufsumme. Bei einer Immobilie, die 100.000 Euro kostet kommen auf den Käufer so noch einmal 1.000 Euro an Notarkosten zu.

Mit der Grunderwerbsteuer verdient auch der Staat am Hauskauf mit

Der Kauf einer Immobilie oder von Grundstücken im Inland unterliegt der Grunderwerbsteuer. Beim Immobilienkauf entstehen auf diese Weise weitere Nebenkosten, die man als Hauskäufer berücksichtigen muss. Für die Finanzplanung spielt die Grunderwerbsteuer eine große Rolle, da sie – abhängig vom berechnenden Bundesland – mit mindestens 3,5 Prozent der Kaufsumme zu Buche schlägt. Auch deutlich höhere Nebenkosten sind hier möglich.


(Quelle: Grunderwerbsteuer 2014)

Die Zahlung der Grunderwerbsteuer an das zuständige Finanzamt ist eine Grundvoraussetzung, damit überhaupt ein Eintrag im Grundbuch erfolgt. Denn erst nachdem eine Bescheinigung für die Besteuerung von der zuständigen Finanzbehörde vorliegt, wird beim Grundbuchamt der entsprechende Eintrag vorgenommen. Die benötigte Bescheinigung nennt sich Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Auch der Grundbucheintrag sorgt für Gebühren

Der Käufer wird erst durch den Eintrag ins Grundbuch zum rechtmäßigen Eigentümer der gekauften Immobilie. Gebühren für die Eintragung werden hierbei ebenfalls fällig. Eine Gebührenordnung des Grundbuchamtes schreibt exakt vor, wie hoch diese Kosten sein dürfen und für welchen Vorgang sie erhoben werden. Hier gibt es stärkere regionale Unterschiede. Die genauen Gebühren können im Vorfeld direkt beim Grundbuchamt angefragt werden.

Nebenkosten für die Finanzierung eines Immobilienkaufs

Für viele Immobilienkäufer bedeuten die hierfür anfallenden Kosten eine hohe finanzielle Belastung. Oft handelt es sich dabei um die größte Kaufsumme, die im gesamten Leben beglichen wird. Aus diesem Grund wird für diesen Zweck in vielen Fällen ein Darlehen aufgenommen. Die hier anfallenden Nebenkosten für die Finanzierung kann man bei der beauftragten Bank berechnen lassen. Laut der Preisangabenverordnung (PangV) sind die Banken dazu verpflichtet, die gesamten Nebenkosten für einen Immobilienkauf mit Hilfe eines Kredits aufzulisten und anzugeben.

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