Pädscherstrampler auf den Spuren des Heiligen Bonifatius

Eisige Kälte und schneidende Winde konnten 20 Pädscherstrampler (Wanderer der SG Dornheim) unter der Führung von Dietmar Plettrichs nicht davon abhalten, sich auf die dritte Etappe des Pilgerweges des Heiligen Bonifatius zu begeben. Die nach ihm benannte Route wurde 2004, zum 1.250. Todestag des von heidnischen Friesen ermordeten „Apostel der Deutschen“, eröffnet. Sie folgt dem Weg des Trauerzugs, der den Leichnam des Heiligen im Sommer 754 von Mainz in das von ihm selbst gegründete Kloster Fulda überführte.
Die diesjährige Etappe der Pädscherstrampler begann im Frankfurter Stadtteil Niederursel und führte dann zunächst nach Kalbach in den Bonifatiuspark mit der Bonifatiusquelle. Diese soll der Überlieferung zufolge genau in jener Nacht entsprungen sein, als der Leichnam des Heiligen Bonifatius hier lagerte. Nicht weit davon befindet sich der sichtbare Grundriss der Krutzenkirche, in der der Leichenzug genächtigt haben soll, der ebenfalls besichtigt wurde. Weiter führte die Strecke durch die Stadtteile Bonames und Kalbach nach Harheim, wo die Marienkapelle mit dem Grenzsteingarten, einer Sammlung alter Grenzsteine der Gegend, auf die Wanderer wartete. Im nördlichsten Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach konnte dann von außen das ehemalige Lersner'sche Schloss aus dem Jahre 1746 besichtigt werden, in dem sich heute eine moderne Appartementanlage befindet. Die benachbarte prunkvoll ausgestattete evangelische Kirche, die ebenfalls einen Besuch wert gewesen wäre, war leider geschlossen.

Nun ging es nochmals durch freies Feld mit weitem Blick nach Bad Vilbel und in den Taunus, bis schließlich der Etappenzielort Dortelweil erreicht wurde. S- und U-Bahnen brachten die Wanderer dann wieder an den Ausgangsort Niederursel zurück, wo die interessante Tour bei einer Schlusseinkehr in der urigen Apfelweinwirtschaft „Zum lahmen Esel“ zünftig abgeschlossen wurde.
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