La notte - Ein zauberhafter Abend

Vielfältige Darbietungen der Ballettschule de Filippis faszinierten

(dor) „La notte“, die Nacht - dieses Motto begleitete zahlreiche Zuschauer im Klein-Umstädter Bürgerhaus durch einen abwechslungsreichen Abend ganz im Zeichen der Tanzkunst. Dieser erste, ausverkaufte Tanzabend der Ballettschule De Filippis in Klein Umstadt vermittelte nicht nur einen Eindruck dessen, was 65 Schüler in den letzten drei Monaten zusammen mit ihrem Lehrer Michele De Filippis je eine Stunde in der Woche erarbeitet hatten. Durchgehend zeigte vielmehr das Konzept die ganze Bandbreite des angebotenen Unterrichts und dessen, worin sich die Arbeit des langjährigen Profitänzers mit Schülern von anderen Instituten unterscheiden mag.

La notte -Wie vielschichtig das gewählte Motto war, ließen schon die ersten Stücke ahnen. Die Nacht - um mit Freunden auszugehen, zu tanzen, inne zu halten, zu
schlafen und letztlich auch zu träumen. Mit den reizend anzusehenden Kleinsten begann der Tanzabend. Im Anschluss ließen sich die beeindruckten Gäste, überwiegend natürlich Angehörige der Nachwuchstänzer, von der Sopranistin Nina Radvan vom Staatstheater Darmstadt mit Begleitung von Andre Voran verzaubern. Die Beiden gaben auch im weiteren Verlauf großartige Kostproben ihres Könnens.

Voller ansteckender Freude agierte Michele de Filippis, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Giuseppe schließlich auch eindrucksvolle Momente des Profitanzes lieferte. Der Traum des Italieners war es schon immer, eine eigene Schule für klassisches Ballett und Modern Dance zu haben, hörten die Gäste. Diesen Traum hat er sich im März 2012 mit 44 Jahren und 25 Jahren Bühnenerfahrung erfüllt. Die große Nachfrage nach freien Plätzen gebe ihm die Bestätigung, dass es die richtige Entscheidung war, eine Schule zu eröffnen.

In der Ballettschule de Filippis scheint jeder nach seinen Möglichkeiten optimal gefördert zu werden. Über welche Möglichkeiten Michele allein im choreografischen Bereich verfügt, das war sehenswert, und nicht zuletzt bei der Musikauswahl bewies er ausgesprochenes Feingefühl. Wie unterschiedlich, vielfältig und kontrastreich und dennoch ausgewogen und harmonisch dieser Abend war, das zeugte von hoher Professionalität, trotz mancher Verzögerung und Unterbrechung ein großer, ein zauberhafter Abend für die Tanzkunst. Stolze Mütter, glückliche Väter und durchweg strahlende Gesichter gab es dabei zu beobachten.

Die jeweilige Gruppengröße von nicht mehr als acht Aktiven resultierte nicht nur aus der Größe des Unterrichtsraums, sondern verdeutlichte auch die Philosophie von Michele De Filippis, seinen Schülern einen qualitativ hohen Standard zu vermitteln, ob beim Modern Dance Stück mit Musik von Rene Aubri oder im Anschluss bei einem Tanzsolo, das er, wie die anderen auch, selbst choreografiert hatte.

Vom harten Training, das an der Ballettstange beginnt, vom Traum vieler junger Mädchen, eine Ballerina zu werden, erzählte ein anderes Stück. Angefangen von den kleinsten Ballettratten über die Jugendlichen mit viel Grazie und Anmut bis zu den Älteren, die Rhythmusgefühl und auch Humor bewiesen – sogar eine Gruppe der „Voltikinder“ des Reitvereins Rosenhöhe in Kleestadt gab sich die Ehre, die auch in diesem Jahr wieder in den kalten Monaten von Dezember bis Februar an einem Workshop in der Ballettschule teilnehmen.

Der Freude am Tanzen sind keine Grenzen gesetzt, schon gar nicht vom Alter her, verdeutlichte ein weiterer Auftritt. Dass man nicht jung sein muss, um an Ballett oder Modern Dance Spaß zu haben, zeigte eine Gruppe von Frauen im besten Alter, die für ihre Darbietung tosenden Applaus erntete. „Für Tanz gibt es kein Alter, am wichtigsten ist, man hat einfach Spaß an Musik, Bewegung und Ausdruck“, sagt de Filippis, der schon des Öfteren Choreografien gemacht hat, nicht jedoch in solchem Rahmen. Seine Schule, seine Schüler - erstmals erntete Michele de Filippis in dieser Form die Früchte seiner eigenen Arbeit, seines großen persönlichen Engagements. „Das ist wie ein Teil von mir.“ Ganz stolz war er deshalb am Ende, glücklich und erleichtert natürlich wie alle kleinen und großen Mitwirkenden. Seine Sache hundertprozentig zu machen, das ist sein Anspruch, den es zu erfüllen gilt. „Wichtig“, sagt Michele de Filippis, „ist mir die Qualität“.

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