Staatstheater Darmstadt: die Wellen schlagen hoch

Das Staatstheater Darmstadt gehört zu den künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreichsten Theatern seiner Größenklasse in Deutschland. Sowohl Intendant John Dew als auch Generalmusikdirektor Constantin Trinks sind Künstler von hohem Rang.

"Es ist die Absicht der Träger des Staatstheaters - des Landes Hessen und der Stadt Darmstadt - dass beide Künstler ihre erfolgreiche Arbeit am Staatstheater fortsetzen und ihre Verträge erfüllen." Das haben Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann und Oberbürgermeister Jochen Partsch heute in einer Pressekonferenz in Darmstadt hervorgehoben. "Die erforderlichen Zusammenarbeit zwischen Intendant und Generalmusikdirektor ist durch die aktuellen Vorgänge beschädigt. Wir fordern beide auf, ihre Verantwortung gegenüber dem Staatstheater Darmstadt und seinem Publikum gerecht zu werden, die öffentliche Kampagne zu beenden und die Zusammenarbeit auf der Grundlage der eindeutigen vertraglichen Regelungen wieder aufzunehmen", so Staatsministerin Kühne-Hörmann und Oberbürgermeister Partsch.

Jochen Partsch sagte: "Es muss jetzt darum gehen Schaden vom Theater abzuwenden. Intendant und Generalmusikdirektor müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Stimmung hinter der Bühne nicht furchterregend brodelt, sondern, dass untereinander und mit den Beschäftigten fair und konstruktiv umgegangen wird. Nur so kann die täglichen Arbeit zu künsterlischer Qualität führen. Und darauf haben die Gäste einen Anspruch.

"Die öffentlich erhobenen Vorwürfe eines gezielten Mobbings gegen die Sopranistin Alexandra Lubchansky im Probenprozess der Produktion "Lucia di Lammermoor" lassen sich nach gründlicher Prüfung aller vorliegenden Unterlagen nicht nachvollziehen. Die Dienstaufsichtsbeschwerde wegen des "Generalproben-Mobbings" wird als unbegründet zurückgewiesen", sagte Kühne-Hörmann.

Um die subjektiven Faktoren und Wahrnehmungen, die notwendigerweise zu einem künstlerischen Produktionsprozess gehören, nochmals objektiv von den aktenkundigen Geschehnissen trennen zu können, haben sich Land und Stadt im Einvernehmen mit dem Deutschen Bühnenverein entschlossen, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff mit der Prüfung der Vorgänge zu beauftragen. Er verfügt als früherer Vorsitzender des Landesverbands Mitte des Deutschen Bühnenvereins über die entsprechende fundierte Sachkenntnis.

Zur Besetzung von Rollen und Partien mit nahen Angehörigen ist folgendes festzustellen: John Dew hat mit der Verlängerung seines Dienstvertrags einer Regelung zugestimmt, wonach er für die Besetzung von Partien mit nahen Angehörigen in jedem Einzelfall der Zustimmung bedarf. Für die Besetzung des
"Loge" der aktuellen "Ring"-Inszenierung in Richard Wagners "Rheingold" hat dem Ministerium nie ein entsprechender schriftlicher Antrag vorgelegen.

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat bereits seit September 2011 in mehreren Besprechungen mit Intendant, Generalmusikdirektor und geschäftsführendem Direktor geeignete Schritte zur Verbesserung der Kommunikation initiiert. Außerdem wurde ein Mediationsverfahren zwischen Intendant und Generalmusikdirektor angeboten.

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Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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