Die Johannes-Gutenberg-Schule Hainstadt "geht neue Wege"
Projekt „600 kleine und 70 große Füße gehen gemeinsam in ihre JGS“ gestartet

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Eine Schule, zwei Standorte: gerade in der heutigen Zeit eine Herausforderung für Schulleitung, Kollegium und die Schüler/innen der Hainstädter Grundschule.

Bereits seit Dezember 1982 besteht die Johannes-Gutenberg-Grundschule aus zwei Standorten innerhalb des Hainburger Ortsteils Hainstadt. Die Aufteilung der Schüler und Klassen ist quasi paritätisch. Aktuell besuchen ca. 300 Schüler/innen die JGS verteilt auf die beiden Standorte Stammschule und Zweigstelle. 35 Lehrer und Angestellte stellen sich ebenfalls täglich den Herausforderungen einer Schule mit zwei räumlich getrennten Gebäuden und pendeln teilweise mehrfach zwischen beiden Standorten.

Gemeinsam möchten Schulleitung, Kollegium, Elternvertreter aber insbesondere die Schüler/innen das Gemeinschaftsgefühl stärken und so sind bereits einige erste kleine „Schritte“ auf den Weg gebracht worden.

So zum Beispiel die Bestimmung und Einweihung der „JGS-Mitte“ zwischen den beiden Standorten: eine 3. Klasse übernahm die Aufgabe, die Distanz zwischen den beiden Standorten zu ermitteln. Dies ließ sich sehr gut in den Unterricht integrieren, denn Maße und Einheiten sind bereits in der Grundschule ein wiederkehrendes Mathematik-Thema. Die ermittelte Distanz beträgt 964 m und die „Mitte“ liegt bei nur jeweils 482 m; eine Entfernung, die nicht allzu groß erscheint.

Zur feierlichen und zunächst symbolischen Einweihung der „Mitte“ am 23.11.2018 fanden sich fast alle Klassen beider Standorte mit den Lehrern/Lehrerinnen sowie der Schulleitung ein. Die Einweihung fand zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Hainburg, Herrn Böhn, sowie dem Ersten Beigeordneten, Herrn Spahn, statt und wurde von der örtlichen Ordnungspolizei begleitet.

Im Rahmen der Projektarbeit erleben die Schüler/innen, dass auch Schul- und Kommunal-Gemeinde „gemeinsam“ etwas schaffen können. So wurde z.B. diese symbolische Einweihung zusammen gefeiert. In der „Mitte“ wird zukünftig ein wetterfestes Schild als Kennzeichnung stehen. Die Kennzeichnungen werden von beiden Seiten zeigen, wie die Schüler/innen aufeinander zugehen. Entsprechende Entwürfe haben die Kinder bereits mit viel Kreativität erstellt und es ist eine Abstimmung innerhalb der Schulgemeinde geplant, um einen Entwurf auszuwählen.

Ebenso wurde in diesem Zusammenhang die Einrichtung sogenannter „Schüler-Busse“ beschlossen. In Zukunft wird es für die Schüler/innen der JGS gekennzeichnete Stellen geben, an denen sie sich treffen und ab dort gemeinsam und zu Fuß den Schulweg bewältigen können. Auch hierfür haben Schüler/innen viele Entwürfe zur Kennzeichnung der neuen Treffpunkte angefertigt.

Außerdem werden in beiden Standorten „Briefkästen“ gebaut und aufgestellt, die dazu dienen sollen, allen Klassen „Brieffreundschaften“ mit dem jeweils anderen Standort zu ermöglichen. Eine wunderbare Art, den guten alten Brief in der heutigen eher „digitalen“ Zeit den Schüler/innen nah zu bringen. Für die 3. und 4. Klässler ist darüber hinaus angedacht, auch englische Nachrichte zu verfassen und zu „versenden“.

Die intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schülern/innen, Schulleitung und insbesondere mit den Lehrkräften in Zeiten von Lehrermangel und wachsenden Herausforderungen im Bildungssystem hat auch auf dieser Ebene gezeigt, wie Teamarbeit funktionieren kann und wieviel selbst in kurzer Zeit realisiert werden kann. Eine sehr positive Erfahrung für alle Beteiligten und ein Fundament, auf dem alle aufbauen möchten. Die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hainburg bietet ein großes Potential für die Ausweitung der gestarteten Aktivitäten.

Viele weitere Ideen wurden gesammelt und die gesamte Schulgemeinde ist engagiert dabei, mehr gemeinsame Aktivitäten zu starten, um das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der JGS trotz räumlicher Trennung auszubauen und zu pflegen.

SEB-Vorsitzende Britta Windt: "Als Elternvertreter bin ich davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist auch direkt „vor der eigenen Haustüre“ gesellschaftlich engagiert zu sein. Vieles hat sich in den letzten Jahren gerade im sozialen Umfeld von Kindern und Jugendlichen verändert und nur gemeinsam können wir diesen Wandel positiv begleiten."

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