Longboarding: Surfen auf der Straße

Vom Wasser auf die Straße. Bereits an der Form eines Longboards ist ungefähr die Abstammung von einer anderen Sportart zu erkennen. Surfer an den Küsten der USA wollten auch an Tagen mit schlechtem Wellengang nicht auf ihr Vergnügen verzichten. Sie rüsteten für diesen Zweck Boards mit Rollen aus und konnten fast 1 : 1 die Bewegungen vom Wassersport auf die Straße übertragen.

Longboarding kam von USA nach Europa

In den USA war schon über einen längeren Zeitraum das Wellenreiten (Surfen) populärer Sport. Die gleichen Bewegungen und das Gefühl von Geschwindigkeit und Schwerelosigkeit fand seine Fortsetzung durch ein Longboard auf der Straße. Das Material musste ausgetauscht und Rollen unter den Boards angebracht werden. Doch die leicht bauchige Form des Longboard mit nur wenig ansteigenden Endungen entspricht einem Surfboard, wie man hier nachlesen kann

Die Begeisterung für das Surfen auf der Straße gelangte nach Europa und hier ganz besonders nach Frankreich und in die Schweiz. Der Mangel an dauerhaftem Wellengang konnte durch das "Carven" und "Cruisen" auf abschüssigen Straßen ausgeglichen werden. Während in den USA das Longboard über viele Jahre vom Skateboard abgelöst wurde, blieb die Begeisterung in Europa für das Longboard bestehen.

Die optimale Strecke finden

Wer ganz neu in den Sport kommt, braucht sicherlich erst einmal Platz und Ruhe hin zum sicheren Fahren mit dem Longboard. In vielen Städten und Gemeinden bieten örtliche Sportvereine Anfängerkurse für den sicheren Umgang an. Dies geschieht sehr oft auf stillgelegten Flächen von Industriegebieten. Wichtig ist aber in jedem Fall das Einhalten der Straßenverkehrsordnung und eine schön glatte Asphaltierung.

Durch die Besonderheit des Longboards ist es nicht unbedingt nötig, dass sich die Strecke durch ein starkes Gefälle auszeichnet. Downhill geht schon mit ganz flachen Wegen, die in schöner Umgebung zum Gleiten verführen. Auf dieser Webseite findet man viele Strecken. 

Ein Blick in die unmittelbare Umgebung, insbesondere von Städten, zeigt sehr viele schöne Strecken auf, die häufig ganz einfach mit dem örtlichen Nahverkehr zu erreichen sind. Wanderwege im Wald scheiden aufgrund des unruhigen Belages ebenso aus wie eine Strecke z. B. entlang eines Kanales. Immer öfter ist hier jedoch bereits ein asphaltierter Weg angelegt worden. Fahrradfahrer, Fußgänger (mit und ohne Kinderwagen) und auch Jogger sind dort jedoch bereits unterwegs und verhindern wirklich freies "Surfen".

Im Internet sind jedoch auf unzähligen Seiten gute und weniger gute Strecken mit allen Vor- und Nachteilen beschrieben. Eine kurze Anfrage auf einer Facebook-Seite führt immer zum Erfolg. Oft genug wird die als Kind am Sonntagsausflug mit den Eltern ungeliebte Fußwanderung nun zu einem völlig neuen Erlebnis.

Die richtige Schutzausrüstung

Wer wirklich mit Tempo sein Longboard fahren will, braucht einen echten Motorradhelm zum Schutz für den Kopf. Hand-, Ellbogen- und Knieprotektoren gehören zur Grundausstattung für Anfänger. Ein Fullsuit, der alle besonders gefährdeten Bereiche des Körpers polstert, gehört unbedingt zum Fahren auf Strecken mit einem starken Gefälle und zahlreichen Kurven.

Es müssen nicht die coolen Markenschuhe sein, die durch Bremsen, Rutschen und Steuern schnell verschlissen sind. Eine griffige und nicht zu dünne Sohle ist jedoch von großem Vorteil.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen