Bürgerinnen und Bürger von Politik und Verwaltung zum Abschuss freigegeben

Im Aufstellen von sachfremden und sinnbefreiten Schildern sind unsere Damen und Herren von Bauhof und Ordnungsamt ganz groß. Eindrucksvoll und jüngst belegt durch irrwitzige Schildführungen in Stettbach. Die dortige Bevölkerung leidet wegen Kopfschüttelns noch jetzt an einem Schleudertrauma. Und in meine Straße kommt eine ganze Abordnung, um nach Monaten eine Quelle schier nicht enden wollender Gefahr auf einem bürgerlichen Steig endlich einzudämmen. Angesichts dieser Wirrungen verwundert es nicht, dass Leistungsbilanz und Effizienz gemeindlichen Wirkens äußerst bescheiden ausfallen.

Viele Bürger fragen sich: Was macht ihr hier eigentlich? Wer soll euch denn hier noch ernst nehmen? Und wofür zahlen wir eigentlich Steuern und Abgaben? Dem Bürger zu dienen, soll doch euer Selbstverständnis sein. Einige von euch haben´s immerhin versprochen. Was ist daraus geworden?

Ich will hier keine Fortsetzungsgeschichten mehr schreiben, nur auf ein aktuelles Ereignis hinweisen: Die Tatsache, dass die Verkehrssicherungspflicht seit vielen Jahren mit Füßen getreten wird. Am Wochenende ist in der Zwingenberger Straße in Jugenheim wieder ein Verkehrsteilnehmer in eine Grundstücksgrenzwand hineingedonnert. In der Vergangenheit waren dies bereits abwechselnd Bäume oder am Straßenrand ruhende Autos, die hier abgeschossen wurden. Wiederholt, keine Einzelfälle. Namentlich bekannt. Was ist seither geschehen? Nichts. Sieht man von Betroffenheitslyrik, Verständnisheuchelei und Zuständigkeitsgeschacher ab.

Irgendwann kommt hier wahrscheinlich ein Mensch zu schaden. Dann wird man sich wünschen, dass der verdammten Pflicht nachgekommen worden wäre. Diese Untätigkeit bei Politik und Verwaltung ist jedenfalls unverantwortlich. Dienstaufsichtsbeschwerden müsste es nur so hageln. Eine Schande ist es allemal.
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