Breitbandversorgung und Glasfaserausbau
Mainhausen und der lange Weg zur schnellen Leitung

Aufstellen des Hauptveteilers im Oktober 2018. Nun sind die Straßenzüge dran.
  • Aufstellen des Hauptveteilers im Oktober 2018. Nun sind die Straßenzüge dran.
  • Foto: Gemeinde Mainhausen
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Mainhausen. Alles begann 2008 mit einer Fragebogenaktion, bei der 1.245 Haushalte angaben, dass sie einen Bedarf an schnellerem Internet haben. Die Gemeinde trat mit der Telekom in Kontakt. Im Januar 2009 kamen dann die ersten Zahlen auf den Tisch. Tiefbauarbeiten auf einer Länge von vier Kilometern und anteilige Kosten von rund 350.000 Euro standen erstmals im Raum. Es begann die Suche nach Fördermöglichkeiten für das Projekt. Eine erneute Bedarfsermittlung durch Fragebögen fand statt. Viele Verfahren, Antragsstellungen und Vertragsverhandlungen später war im Oktober 2011 der Grundstein für die DSL-Versorgung gelegt. Im April 2013 wurde die Anbindung ans schnelle Netz abgeschlossen. Doch es fehlten noch die kreisangehörigen 13 Kommunen, die bis 2018 mit ans Netz sollten. 2015 entschied man sich für den Ausbau und Betrieb eines Next-Generation-Access (NGA) – Breitbandnetzes im Kreis Offenbach.
Seit September 2018 sind die Arbeiten für das Glasfasernetz im Gange. Zunächst verlegen Arbeiter die Glasfaser-Kabel entlang der Straßen, dann kümmern sich anderen Techniker um die Hausanschlüsse. Entsprechend erfolgen die Besuche bei den Hausbewohnern.
Mit knapp 10.000 Einwohnern ist Mainhausen die kleinste Gemeinde im Kreis Offenbach. Mit dem Ausbau eines FTTH-Glasfasernetzes („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus) wird diese typische Landgemeinde Vorreiter für weitere Kommunen in Hessen. Bürger aller Ortsteile sind aktiv geworden, nicht länger mochte man sich mit unzureichenden Datenleitungen abfinden. Die Bürgermeisterin der Gemeinde, Ruth Disser, hat sich daher gezielt für die nachhaltige Verbesserung der digitalen Infrastruktur in ihrem Ort eingesetzt: „Für eine Kommune, egal welcher Größe, ist eine gut ausgebaute Breitbandversorgung ein – wenn nicht der wichtigste – Standortfaktor.
Neue Bauarbeiten
Ab dem 10. Januar geht es in den Ortsteilen Mainflingen und Zellhausen weiter. Nach und nach werden dann die einzelnen Straßen bearbeitet. Die Anwohner erhielten dazu bereits Post, werden aber auch durch eine Beschilderung vor Ort informiert.
Im ersten Schritt werden sukzessive die Leerrohre in etwa 40 cm Tiefe in die Straßen eingebracht. Sobald die Leerrohre verlegt sind, werden die Glasfasern eingeblasen. Deutsche Glasfaser weist darauf hin, dass es im Rahmen der Tiefbauarbeiten zuweilen notwendig ist, geöffnete Stellen in Asphalt oder Pflasterung provisorisch (z.B. mit Pflastersteinen) zu schließen, da diese ggf. ein weiteres Mal aufgenommen werden müssen. Erst mit Beendigung der Bauarbeiten werden diese Bereiche final verdichtet, geschlossen und von der Gemeinde abgenommen.
Für weitere Fragen steht seit dem 18.09.2018 das Baubüro in Mainflingen, Lessingstraße 13, zur Verfügung. Die Mitarbeiter des Baubüros von Deutsche Glasfaser sind dienstags von 09.30 – 13.00 Uhr und von 14.00 – 17.00 Uhr für alle Fragen und Anregungen zum Bau sowie auch zu vertraglichen Themen als Ansprechpartner vor Ort.
(msh/Gemeinde Mainhausen)

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