Schulaustausch des BSO mit Frankreich in Verbindung mit Städtepartnerschaften.
Auszubildende Tischler aus Frankreich und Deutschland begegnen sich im Odenwald

Die Erbacher Partnerstadt Pont-de-Beauvoisin liegt etwa 60 Kilometer von Rumilly entfernt. Die Tischlerausbildung am BSO pflegt den Kontakt zu den Partnern nach Frankreich um gemeinsamen Austausch mit den Tischlerauszubildenden zu ermöglichen. Die Stadt Pont-de-Beauvoisin beherbergt ein Museum für Holzbearbeitungsmaschinen und –werkzeuge und das nicht ohne Grund: die seit mehr als 50 Jahren mit Erbach verschwisterte Stadt war eine Möbelstadt. Dort gab es ungefähr fünfzig Betriebe, die Stilmöbel herstellten. Zwölf Kilometer von dort entfernt liegt das Dorf Saint-André-le-Gaz, in dem eine kleine Berufsschule mit besonderer pädagogischer Prägung und Internat junge Franzosen im Holzbereich ausbildet.
In der vergangenen Woche waren 22 Auszubildende aus dem dritten und vierten Ausbildungsjahr mit ihrem Fachlehrer Thomas Peron und der Englischlehrerin Paula Gomes fünf Tage lang in der Erbacher Jugendherberge einquartiert und machten ihren fünften Gegenbesuch bei ihrer Partnerschule, dem Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis. Als verantwortliche Lehrkraft für die duale Tischlerausbildung im Odenwaldkreis organisierte Studienrat Daniel Becker das Programm für die Gäste aus Frankreich. Der französische Besuch wurde von der stellvertretenden Schulleiterin Bärbel Rühl zu einem Informationsaustausch empfangen. Danach wurden die Werkstätten der Schreiner, Holzbildhauer, Drechsler und Elfenbeinschnitzer besichtigt. Anschließend genossen die Besucher ein vorzügliches Menu, das ihnen von Schülern des Ernährungsbereichs Mittelstufenschule des BSO bereitet und serviert wurde. Dann stand eine Führung durch die Sammlungen im Erbacher Schloss auf ihrem Programm. Abends gab es ein Fußballturnier mit Auszubildenden des BSO. Am nächsten Tag fuhren die Gäste mit ihren Austauschpartnern auf die Mathildenhöhe nach Darmstadt und am Nachmittag zur Brauerei Schmucker nach Ober-Mossau. Der dritte Tag bot den französischen Auszubildenden einen interessanten Tag in der neuen Altstadt von Frankfurt. Ein Highlight bot das Museum für angewandte Kunst mit der permanenten Ausstellung für Stilmöbel in der Metzlervilla und einem Möbel von David Röntgen. Hier hatten die deutschen und französischen Auszubildenden die Möglichkeit, Möbelstücke zu sehen, die sie sonst nur aus der Literatur kennen. Den krönenden Abschluss bildete das festliche Abendessen in einem Michelstädter Restaurant. Von ihrem ausgefüllten Besuchsprogramm profitierend, fuhren sie am Freitagmorgen wieder nach Hause zurück. Die beteiligten Lehrer möchten die gegenseitigen Besuche auch in den nächsten Jahren weiterführen. Als nächstes werden die Michelstädter Auszubildenen im Mai nach Savoyen reisen.

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