Ehrenamtliches Engagement auf dem Bienenmarkt für den Jugendaustausch zwischen Michelstadt und Rumilly.

Die deutschen Schüler und ihre Lehrer beim Gruppenbild mit ihren Gastgebern in Berufsschule für Bauberufe „Porte des Alpes“ in Rumilly.
 
Jean-Louis Jacquet, der Leiter (vorne links) übergibt sein Kuvert mit dem Zuschuss für die Jugendbegegnung des BSO an Studienrat Daniel Becker (vorne rechts) im Beisein einiger Schreiner-Azubis und zwei weiterer ehrenamtlicher Helfer aus Rumilly.
Michelstadt: Bienenmarkt |

BSO-Schüler erhalten Zuschuss auf dem Bienenmarkt nach der Rückkehr vom Besuch der Partnerschule

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Seit es die Verschwisterung zwischen Michelstadt und Rumilly gibt, gibt es einen Stand auf dem Bienenmarkt, in dem Savoyer Wein, Käse, Salami, Crêpes und anderes serviert werden. Dazu gibt es auch noch Dinge aus den Téfal und Nestlé-Werken in Rumilly zu kaufen. Anfangs waren die ehrenamtlich Engagierten eines Bienenmarktstandvereins nur über das erste Wochenende da. Inzwischen öffnen die freundlichen Menschen aus dem Albanais, wie die Gegend um Rumilly heißt, die ganzen zehn Tage der Bienenmarktszeit ihren Stand. Jean Louis Jacquet ist der jetzige Vorsitzende des Vereins, der mit seiner Ehefrau und den übrigen 4 Ehrenamtlichen, die Bienenmarktsbesucher bedient. Der Zweck dieses persönlichen Engagements ist die finanzielle Unterstützung der Jugend- und Vereinsbegegnungen zwischen Michelstadt und Rumilly und damit auch die Völkerverständigung und die europäische Integration mittels der Städtepartnerschaften. Im Hintergrund stehen da auch noch Michelstädter Familien, die die ehrenamtlichen Aktiven aus Rumilly in ihren Häusern oder Wohnungen kostenlos beherbergen und auch als Gruppen mittags zu einem guten Mittagessen einladen. Man kann sogar von Freundschaften zwischen den Familien oder Einzelpersonen sprechen, die sich da bei der Städtepartnerschaft engagieren. Dazu kommt, dass Stéphanie Lang von der Stadtverwaltung die Betreuung der Franzosen organisiert, der Bauhof der Stadt Michelstadt das Rumillyzelt, das dieses Jahr einen um drei Meter erweiterten Küchenarbeitsbereich erhielt, kostenlos zur Verfügung stellen und aufbauen und von deren Erlösen keine Standgebühren abgeführt werden müssen. Vor Kurzem kam eine Schülergruppe des Beruflichen Schulzentrums in Michelstadt von ihrer Begegnungsfahrt zur Berufsschule „Porte des Alpes“ in Rumilly heim und sie erhielten am letzten Freitag von Jean-Louis Jacquet einen schönen Zuschuss zu ihren Fahrtkosten. Der verantwortliche Lehrer des BSO, Studienrat Daniel Becker, nahm das Geld im Beisein von einigen seiner Schreinerauszubildenden in Empfang. Die Förderung durch die verschwisterten Städte und die Zuschüsse des Deutsch-französischen Jugendwerks und des Bienenmarktstandvereins machen diese für die Völkerverständigung und die europäische Integration wichtigen Jugendbegegnungen für die Schüler leichter finanzierbar.

Zum vierzehnten Mal waren Schreinerauszubildende aus dem BSO unterwegs, lernten unter der Leitung von den Studienräten Daniel Becker und Stephan Keil die an der auf die Bauberufe spezialisierte staatliche Berufsschule in Rumilly kennen und erlebten das Schulleben in einer französischen Ganztagsschule mit Internat hautnah. Eine weitere private Berufsschule, die auch Schreiner ausbildet, wurde auch noch besucht. Man sah und verglich die Arbeiten, die die Auszubildenden im Verlauf und am Ende ihrer Ausbildung anzufertigen haben, diskutierte miteinander, besichtigte die Werkstätten und spielte auch miteinander Fußball. Gemeinsame Ausflugsfahrten zu einer führenden französischen Möbelfabrik und in das Museum für Holzbearbeitungsmaschinen und –werkzeuge in der Erbacher Partnerstadt Pont de Beauvoisin gehörten zum fachbezogenen Programm. Die regionaltypische Spezialität „Tartiflette“ haben die Odenwälder in dem Olfener Partnerdorf Trévignin festlich genossen und machten sich die besonderen Verbindungen der Bürger der Region Savoyen mit dem Odenwald durch vier Städtepartnerschaften bewusst. Zu den drei genannten gehören nämlich noch Höchst und Montmélian. Eine technisch und historisch interessante Hängebrücke beeindruckten unsere Jugendlichen ebenso wie Annecy und die geologisch interessante Fierklamm. Das Highlight war der Besuch eines Bergtierparks mit Blick auf den Mont Blanc bei strahlendem Sonnenwetter. Mit vielen neuen Eindrücken kamen Schüler und Lehrer von ihrer Fahrt nach Hause.
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